Gemeinsame Photovoltaik-Ausschreibungen mit Dänemark und Luxemburg

Das Bundeswirtschaftsministerium veröffentlichte am Montag offiziell seine Eckpunkte für die anteilige „Öffnung des EEG für Strom aus anderen EU-Mitgliedsstaaten im Rahmen der Pilot-Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen“. So der komplette Titel des Papiers,über dessen Inhalte pv magazine in der vergangenen Woche bereits ausführlich berichtete. Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Rainer Baake, bekräftigte nun, dass neben Dänemark auch Luxemburg Partnerland für die geöffneten Ausschreibungen werden solle. Bereits in diesem Jahr solle es zwei geöffnete Ausschreibungen geben, sofern die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen würden und die „Europäische Freiflächenausschreibungsverordnung“ planmäßig im zweiten Quartal in Kraft tritt.

Hintergrund dieser neuerlichen Pilotausschreibungen sind Zusagen an die EU-Kommission, dass Deutschland ab 2017 fünf Prozent der jährlich neu zu installierenden Leistung bei erneuerbaren Energien für Anlagen aus anderen Mitgliedsstaaten öffnet. Dies solle dazu beitragen, die Energiewende grenzüberschreitend zu verankern und sei eine Umsetzung des mit der Erneuerbaren-Richtlinie eingeführten Kooperationsmechanismus, heißt es aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Die EU-Kommission zielt damit auf eine sukzessive Angleichung der Fördersysteme in den EU-Mitgliedsstaaten ab. Basierend auf den Erfahrungen aus den Photovoltaik-Pilotausschreibungen sei auch eine Übertragung der anteiligen Öffnung auf andere Technologien geplant.

Während bezüglich Dänemark bereits erste Pläne bekannt geworden sind, fehlen für die geplante gemeinsame Ausschreibung mit Luxemburg noch jegliche Details. Dänemark prüft derzeit bei seiner geplanten Ausschreibungsrunde für insgesamt 20 Megawatt, bis zu 2,4 Megawatt für Photovoltaik-Anlagen aus Deutschland zu reservieren. (Sandra Enkhardt)