Solarworld auf dem Weg zurück in die Gewinnzone

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Die Solarworld AG hat am Donnerstag ihre finalen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. Der Umsatz wuchs demnach analog zum Absatz um rund ein Drittel gegenüber 2014. Der Bonner Photovoltaik-Konzern habe im vergangenen Jahr Photovoltaik-Produkte mit einer Gesamtmenge von 1159 Megawatt ausgeliefert. Der Umsatz lag dabei Solarworld zufolge bei 763 Millionen Euro. Auch seine Ergebnisse habe das Unternehmen wesentlich verbessern können. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe sich 2015 auf 40,8 Millionen Euro belaufen. Dies sei sogar höher als das vorläufig gemeldete EBITDA-Ergebnis von 35 Millionen Euro. Im Vorjahr lag es bereinigt um Sondereffekte bei 1,6 Millionen Euro. Nicht ganz so positiv ist Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im vergangenen Jahr ausgefallen. Solarworld konnte den Verlust aber immerhin von -10,0 auf -4,2 Millionen Euro eindämmen.

Große Pläne für 2016

In diesem Jahr nun strebt der Bonner Solarkonzern die Rückkehr zur Umsatzmilliarde und in die Gewinnzone an. Die Absatzmenge solle um erneut um mindestens 20 Prozent gesteigert werden. Gleichzeitig strebe Solarworld einen Jahresumsatz von bis zu einer Milliarde Euro an. Diese Marke hatte der Konzern zuletzt 2011 übertreffen können. Das Unternehmen ist dafür bereits auf einem guten Weg – Mitte März hätten die verkaufte Absatzmenge und Aufträge bei mehr als 800 Megawatt gelegen. Dies entspricht etwa 70 Prozent des Vorjahresabsatzes.

Bei den Ergebnissen strebe Solarworld eine weitere Verbesserung an. „Im operativen Bereich wollen wir 2016 weiter investieren und unsere Performance gegenüber 2015 weiter verbessern“, erklärte Finanzvorstand Philipp Koecke. Das EBITDA-Ergebnis solle infolgedessen deutlich steigen. Zudem werde 2016 ein positives EBIT-Ergebnis angestrebt. Im vierten Quartal 2015 hatte Solarworld erstmals wieder einen Gewinn auf Quartalsbasis ausweisen können. Die üblichen saisonalen Schwankungen können jedoch zu unterschiedlichen Ergebnissen in den einzelnen Quartalen führen, wie es weiter hieß. Für das Gesamtjahr 2016 rechne der Solarworld jedoch mit einem EBIT-Ergebnis im unteren zweistelligen Millionenbereich.

Der Photovoltaik-Hersteller setzt dabei vor allem auf Hightech-Produkte. Dazu zählen unter anderem die bifacialen Solarmodule, die bis zu 25 Prozent Mehrertrag bringen sollen, da sie Sonnenlicht sowohl mit der Vorder- als auch der Rückseite in Solarstrom wandeln. Den ersten Auftrag für eine kommerzielle Photovoltaik-Anlage mit diesen Bisun-Solarmodulen hatte Solarworld vor wenigen Tagen in den USA erhalten. Der Photovoltaik-Markt in Übersee war im vergangenen Jahr ein wesentlicher Treiber des Geschäfts. Auch für dieses Jahr prognostizieren Analysten für die USA eine weitere kräftige Steigerung der Photovoltaik-Nachfrage. (Sandra Enkhardt)

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