Autarco bringt Mikrowechselrichter „made in Europe“ auf den Markt

Der niederländische Solarsystemanbieter Autarco hat diese Woche die Einführung eines Mikrowechselrichters bekannt gegeben, der das Solarportfolio des Unternehmens erweitern soll. Der Mikrowechselrichter wird in der Slowakei hergestellt und soll zu großen Teilen aus Komponenten aus europäischer Fertigung bestehen. Er soll daher auch vorrangig auf dem europäischen Markt verkauft werden, erklärt Anne van den Berg, PR & Communication Manager von Autarco, auf Nachfrage von pv magazine. Teilweise kämen die Komponenten aber auch aus Taiwan and Japan.

Autarco zufolge erhöht das ökoeffiziente Design des Mikrowechselrichters die Haltbarkeit und vereinfache die Inspektion. Das niederländische Unternehmen vermied dabei das traditionelle "Vergießen", wobei die Mikrowechselrichter von einer Vergussmasse eingeschlossen werden. stattdessen werde eine Leiterplatte, die von einer Schicht aus einem transparenten Schutzlack umschlossen wird.

Der wichtigste Grund dafür, eine Beschichtung zu verwenden anstatt das Bauteil zu vergießen, liege darin, dass das Design eine Demontage des Bauteils ermöglichen soll, erklärt van den Berg. Vergossene Bauteile hätten öfters Probleme mit der thermischen Ausdehnung und könnten bei extremen Wetterbedingungen degradieren „Unsere Beschichtung tut das nicht und ist daher länger haltbar.“

Einen weiteren Pluspunkt für den eigenen Mikrowechselrichter sieht Autarco in der verwendeten Funk-Kommunikationstechnologie Z-Wave. Diese sei zuverlässiger als zum Beispiel W-LAN und könne zudem einfach in die Smart-Home-Plattform von Autarko eingebunden werden, die die Grundlage für das Produktportfolio des Unternehmens bildet.

Das Unternehmen bestätigte pv magazine, dass der XSX-Mikrowechselrichter für 130,90 Euro im Einzelhandel erhältlich sein soll. Verkauft werde das Gerät in Kooperation mit dem Unternehmen Wienerberger, das Solarmodule für den europäischen Markt herstellt. (Ian Clover, Übersetzt von Mirco Sieg)