Energiereport: Sonne ist beliebteste Energiequelle

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Wenn sie frei wählen könnten, würden sich 77 Prozent der Deutschen für Strom aus erneuerbaren Energien entscheiden. Dem steht allerdings gegenüber, dass 60 Prozent der Bundesbürger nicht wissen aus welchen Energiequellen der Strom stammt, den sie beziehen. Das Umfrageergebnis stammt aus dem sogenannten „Energiereport Deutschland 2015“, den die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag von Baywa r.e. renewable energy erstellt und am Mittwoch veröffentlicht hat.

Die Sonne ist dem Report zufolge mit 37 Prozent der beliebteste Energielieferant, danach folgen Wind mit 26 Prozent, Wasser mit elf Prozent und Erdgas mit 9 Prozent. Atomkraft gaben nur fünf Prozent der Befragten als beliebteste Energiequelle an, Braun- oder Steinkohle nur drei Prozent. Der Wunschenergiemix der Befragten wäre eine Kombination aus 50 Prozent Windkraft, 25 Prozent Solarenergie und 25 Prozent Wasserkraft.

36 Prozent aller Befragten hätten gerne die Möglichkeit, sich den Strom aus verschiedenen Energiequellen individuell zusammenstellen zu können. Sieben von zehn Deutschen halten zudem nachhaltig erzeugten Strom als wichtiges oder sehr wichtiges Kriterium bei der Wahl des Stromanbieters. Auch wo der Strom erzeugt wird, ist für die Mehrheit der Befragten (55 Prozent) von Bedeutung. 76 Prozent der Befragten geben ausschließlich in Deutschland produziertem Strom den Vorzug.

Die Energiewende halten laut dem Energiereport 77 Prozent der Bundesbürger für eine sinnvolle Idee. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) glaube auch daran, dass ihre Umsetzung gelingen wird. 27 Prozent sind skeptisch, ob die Energiewende tatsächlich gelingt, 15 Prozent glauben an ein Scheitern. Die Bereitschaft, bei der Energiewende mitzuhelfen scheint allerdings groß. So möchten 62 Prozent der Befragten einen eigenen Beitrag zur Energiewende in den eigenen vier Wänden leisten.

„Der Energiereport zeigt, dass Nachhaltigkeit mittlerweile im gesellschaftlichen Mainstream angekommen ist. Die zunehmende Digitalisierung ermöglicht dem Verbraucher zudem mehr Transparenz, eine neue Mitmach- und Beteiligungskultur sowie stärkere Individualität. Die Tatsache, dass viele Verbraucher noch immer nicht wissen, woher ihre Energie eigentlich stammt, ist ein Auftrag an unsere Branche und andere gesellschaftliche Akteure, hier noch mehr Aufklärungsarbeit zu leisten“, sagt der Energievorstand der Baywa AG Matthias Taft.

Der kompletteEnergiereport Deutschland 2015 kann auf der Webseite von Baywa r.e. kostenlos heruntergeladen werden. (Mirco Sieg)

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