Weiter aufwärts für Jinko Solar

Jinko Solar hat im dritten Quartal Solarmodule mit 1134,5 Megawatt abgesetzt. Fast 1064 Megawatt davon waren Solarmodule, die an Kunden verkauft wurden, wie der chinesische Hersteller am Donnerstag bekanntgab. Gut 70 Megawatt seien für eigene Photovoltaik-Projekte verwendet worden, der Rest seien Wafer und Solarzellen gewesen. Gegenüber dem Vorquartal sei dies eine Steigerung um 21,1 Prozent und gegenüber dem Vorjahresquartal sogar um 56,4 Prozent. Der Umsatz von Jinko Solar sei ähnlichen Prozentbereichen gestiegen und habe im dritten Quartal bei 637,6 Millionen US-Dollar gelegen. Das Nettoergebnis sei gegenüber dem zweiten Quartal auf 30,7 Millionen US-Dollar gestiegen. Es lag damit aber etwa ein Drittel unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Hauptsächlich liege dies in der im dritten Quartal erfolgten Abwertung des Renminbi gegenüber dem US-Dollar begründet. Die Wechselkursverluste bezifferte Jinko Solar mit 19,1 Millionen US-Dollar. Die Bruttomarge verbesserte sich Jinko Solar zufolge leicht.

Jinko-Solar-Vorstandschef Kangping Chen zeigte sich mit dem Um- und Absatz des neuen Rekordquartals zufrieden. Der Vorstand des chinesischen Photovoltaik-Herstellers hob zugleich noch die Erwartungen für den Absatz an Solarmodulen an Kunden für das Gesamtjahr an. Er erhöhte sie auf 3,8 bis 4,0 Gigawatt; zuvor lagen sie bei 3,4 bis 3,7 Gigawatt.

Auch wenn im dritten Quartal kaum Module in eigene Photovoltaik-Projekte geflossen sind, konnte Jinko Solar die Erträge aus seinem Downstream-Geschäft weiter steigern. Photovoltaik-Kraftwerke mit 121 Megawatt Gesamtleistung seien im dritten Quartal ans Netz angeschlossen worden. Insgesamt liege die Kapazität nun bei 846 Megawatt. Damit habe Jinko Solar sein Ziel für den Ausbau des Downstream-Geschäfts in diesem Jahr bereits erreicht. Damit ließen sich größere Umsätze und Gewinne erzielen. Im dritten Quartal sei die Solarstromerzeugung der Anlagen um 15 Prozent gestiegen. Die Umsätze aus diesem Geschäftsfeld hätten 32,4 Millionen US-Dollar gelegen. Ein weiterer Ausbau des Projektgeschäfts sei bereits durch neue Kredite und Finanzierungen, darunter eine Vereinbarung über 10 Milliarden Renminbi mit der Industrial and Commercial Bank of China gesichert.

Für das letzte Quartal des Jahres zeigt sich Jinko Solar zuversichtlich. Es wird voraussichtlich seine Prognose für das Gesamtjahr erfüllen können, hieß es weiter. Im vierten Quartal werde ein Absatz von 1,4 bis 1,7 Gigawatt an Solarmodulen angestrebt, 200 bis 300 Megawatt seien. Für das Gesamtjahr liegt der erwartete Gesamtabsatz nun zwischen 4,2 und 4,5 Gigawatt, wovon bis zu 4,0 Gigawatt an Kunden verkauft werden sollen. Seine Erwartungen für das eigene Downstream-Geschäft beließ Jinko Solar für dieses Jahr bei 600 bis 800 Megawatt. (Sandra Enkhardt)