Manz will offenbar Photovoltaik-Geschäft aufgeben

Die Manz AG hat am Montagabend seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr reduzieren müssen. Zugleich kündigte der Maschinenbauer das Ende seines Photovoltaik-Geschäfts an, da er sich künftig auf die Wachstumsmärkte Consumer Electronics und Energy Storage konzentrieren wolle. „Für den Geschäftsbereich Solar werden hingegen die strategischen Optionen überprüft. Zielsetzung ist es, dass ab dem Geschäftsjahr 2016 keine weitere Kostenbelastung aus diesem Geschäftsbereich entstehen soll“, teilte Manz mit. Die Prüfung der strategischen Optionen umfasse im Wesentlichen die Aufnahme eines strategischen Investors, den Verkauf der Technologie, aber auch im Worst Case auch die Einstellung des Geschäftsbereichs, erklärte ein Manz-Sprecher auf Anfrage von pv magazine. Diese Überlegungen würden den gesamten Solarbereich betreffen, also sowohl die Dünnschicht- als auch kristallinen Produkte.

Als Konsequenz aus der insgesamt schwächeren Geschäftsentwicklung leitete der Vorstand von Manz auch ein Restrukturierungsprogramm ein. Die wesentlichen Maßnahmen dafür sowie die damit verbunden Aufwendungen sollen bis Ende November vorgelegt werden. Im Kern gehe es aber um die Anpassung der globalen Kostenstruktur an die Auftragslage.

Zur Begründung für die Anpassung der Prognose nannte Manz Auftragsverschiebungen im Bereich Consumer Electronics und Energy Storage, vornehmlich von asiatischen Kunden, bei denen eine deutlich zurückhaltendere Investitionsbereitschaft zu verzeichnen sei. Die Umsätze würden daher in diesem Jahr nur noch zwischen 200 und 210 Millionen Euro liegen, nach 305,9 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) werde erneut negativ sein und im mittleren zweistelligen Millionenbereich erwartet, hieß es weiter. Am 9. November wird Manz seine vollständigen Zahlen für das dritte Quartal veröffentlichen. (Sandra Enkhardt)