Photovoltaik-Zubau im Juli weiter im Keller

Mit Blick auf das Auslaufen der Solarförderung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen nach dem EEG wird für August nochmal eine deutliche Steigerung der Zubauraten in diesem Segment erwartet. Auch im Juli sind im Anlagenregister, wo diese Anlagen erfasst werden, mit knapp 84,6 Megawatt wieder deutlich mehr Photovoltaik-Anlagen gemeldet worden als in den Monaten davor. Hinzu kommen noch 47,4 Megawatt gemeldete Photovoltaik-Anlagen, so dass im Juli insgesamt 132 Megawatt neu in Betrieb genommen worden sind.

In die Rechnung der Bundesnetzagentur, die für die Ermittlung der Degression der Solarförderung entscheidend ist, gehen aber die 159,78 Megawatt ein. In dieser Liste sind auch bereits zuvor in Betrieb genommene Photovoltaik-Anlagen enthalten, die aber eben erst im Juli bei der Bundesnetzagentur gemeldet wurden.

Auch im September sinkt die Solarförderung weiter. Die Bundesnetzagentur legt die Höhe der Degressionshöhe vierteljährlich fest. Derzeit liegt sie bei 0,25 Prozent. Solarstrom aus kleinen Photovoltaik-Dachanlagen bis zehn Kilowatt Leistung wird ab dem 1. September mit 12,31 Cent je Kilowattstunde vergütet. Bei Photovoltaik-Dachanlagen zwischen zehn und 40 Kilowatt sind es 11,97 Cent je Kilowattstunde und bis 500 Kilowatt Leistung 10,71 Cent je Kilowattstunde. Für größere Photovoltaik-Dachanlagen sowie Freiflächenanlagen gilt die verpflichtende Direktvermarktung. Der dabei geltende Wert enthält einen Aufschlag von rund 0,4 Cent je Kilowattsunde für den Managementaufwand. Solarstrom aus Photovoltaik-Anlagen auf Nichtwohngebäuden wird im September bei 8,53 Cent pro Kilowattstunde liegen.

Zum 1. Oktober muss die Bundesnetzagentur dann die neue Höhe der monatlichen Absenkung bestimmen. Beim letzten Mal lag die kumulierte Photovoltaik-Leistung bei 1580 Megawatt für den Berechnungszeitraum Juni 2014 bis Mai 2015. Damit war sie nur noch 80 Megawatt über dem Wert, bei dem die Solarförderung gleich bleiben würde. Experten fürchten nun, dass ein Run bei Photovoltaik-Freiflächenanlagen, die ab dem 1. September aus der EEG-Förderung fallen, nun einen Peak beim Zubau verursachen könnten, so dass es auch ab Oktober weiterhin zu einer Senkung der Photovoltaik-Einspeisetarife kommen wird. (Sandra Enkhardt)