Naturstrom übernimmt Regionalstromexperten Grünstromwerk

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Der Düsseldorfer Ökostrom-Anbieter Naturstrom übernimmt das Hamburger Start-Up Grünstromwerk, das sich  auf dezentrale Mieter- und Regionalstrom-Modelle spezialisiert hat. Belegschaft und Kundestamm von Grünstromwerk werden in den Geschäftsbereich Dezentrale Energieversorgung von Naturstrom integriert. Die Übernahme wurde am 13. Juli abgeschlossen. Die Zusammenführung von Tarifprodukten, Kunden und Prozessen soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

Die Leitung des Geschäftsbereich übernehmen der bisherige Geschäftsführer der Grünstromwerk Tim Meyer und Thilo Jungkunz. Die Marke Grünstromwerk wird dabei weitergeführt und deren Aktivitäten weiterhin vom Standort in Hamburg aus verfolgt. Von hier aus will Naturstrom künftig Mieterstrom sowie lokale und regionale Stromtarife anbieten und weiterentwickeln. Dies soll in Kooperation mit Bürger-Energiegesellschaften und anderen Partnern geschehen.

„Die Dezentralität der Erneuerbaren Energien ermöglicht zunehmend auch dezentrale Produkte und Liefermodelle“, sagt Naturstrom-Vorstandschef Thomas Banning. Solche Angebote seien wichtig, um die dezentrale Energiewende trotz der Hinwendung im Bundeswirtschaftsministerium zu zentralen Lösungen und den Energiekonzernen weiter voranzubringen. Tim Meyer, bislang Geschäftsführer der Grünstromwerk GmbH erklärt: „Das Team von Grünstromwerk profitiert von der Stärke und dem Marktzugang der Naturstrom AG. Unter dem Dach von Naturstrom finden wir optimale Bedingungen vor, um die von uns entwickelten Lösungen für Mieter- und Regionalstromprodukte breit auszurollen.“

Das Grünstromwerk ist vor drei Jahren mit der Idee gestarktet, dass Stromverbraucher durch ihre Entscheidung für einen Solarstomtarif den Bau von Solaranlagen finanzieren, ohne dass eine zusätzliche Förderung fließt. Dafür hat das Unternehmen bereits den pv magazine award gewonnen („Buy local“, pv magazine März 2014). Wenn einGrünstrom-Marktmodell eingeführt würd, für das sich auch Naturstrom stark gemacht hat, können Direktvermarkter ähnliches unter Inanspruchnahme der EEG-Förderung anbieten, was noch mehr Erfolg versprechen würde. Solch ein Marktmodell kann nach dem EEG durch eine Verordnung des Ministeriums eingeführt werden. (Mirco Sieg, Michael Fuhs)

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