Batteriespeicher mit langen Reaktionszeiten schmälern die Rendite

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Schnelle Speichersysteme reagieren innerhalb von wenigen Sekunden auf Veränderungen in Stromerzeugung oder -verbrauch. Es gibt aber auch Systeme, die bis zu zehn Sekunden brauchen. Die Reaktionszeit eines Speichersystems hängt unter anderem davon ab, wie schnell Messwerte erfasst und Signale verarbeitet werden können, bis sie bei der Systemregelung ankommen. Die Regelung selbst braucht wiederum eine gewisse Zeit, bis ein neuer Leistungswert vorgegeben und der Sollwert eingestellt ist.

Schwankungen im Verbrauch des Haushalts oder in der Erzeugung von Solarstrom führen also dazu, dass die Ladeleistung oder Entladeleistung kurzzeitig zu hoch oder zu niedrig ist. So kommt es zu einem ungewollten Energieaustausch zwischen Stromnetz und Batterie. Dieser vergrößert sich mit zunehmender Reaktionszeit des Speichers.

Wissenschaftler der HTW Berlin haben untersucht, wie sich Reaktionszeiten von fünf beziehungsweise zehn Sekunden auf die Energieflüsse auswirken. Im betrachteten Fall von fünf Sekunden summiert sich der unerwünschte Energieaustausch mit dem Stromnetz auf etwa 90 Kilowattstunden pro Jahr, bei einer Reaktionszeit von zehn Sekunden kommen die Wissenschaftler auf rund 140 Kilowattstunden.

Bei einer angenommenen Einspeisevergütung von 12 Cent pro Kilowattstunde und einem Strombezugspreis von 28 Cent pro Kilowattstunde summieren sich die finanziellen Verluste dabei auf etwa 15 Euro pro Jahr oder 300 Euro über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren. Ohne Einspeisevergütung oder bei einer Reaktionszeit von zehn Sekunden würden die Verluste noch deutlich höher ausfallen. (Mirco Sieg)

Denvollständigen Artikel der HTW-Wissenschaftler Johannes Weniger, Tjarko Tjaden und Volker Quaschning mit vielen weiteren Details und erklärenden Grafiken können Sie in der aktuellen Ausgabe von pv magazine Deutschland ab Seite 50 nachlesen. Der Artikel ist in unserem Heftarchivauch für Nicht-Abonnenten freigeschaltet.

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