Sammelklage gegen Yingli in den USA eingereicht

Die Yingli Green Energy Holding Company Limited hat am bestätigt, dass bei einem kalifornischen Gericht eine Sammelklage gegen das Unternehmen im Namen von US-Aktionären eingereicht worden ist. Der chinesische Photovoltaik-Hersteller habe die Beschwerde geprüft und halte sie für unbegründet. Yingli wolle sich daher auch aktiv gegen die Klage verteidigen, sobald sie zugestellt sei. Dies sei bislang aber noch nicht der Fall gewesen.

Die Kanzlei Glancy Prongay & Murray LLP hatte die Sammelklage im Namen von US-Aktionären in dieser Woche eingereicht. Darin wird Yingli unter anderem vorgeworfen, es habe Umsätze falsch angegeben und es sei nicht mehr in der Lage sich frisches Geld bei Geschäftsbanken zu leihen, um seine Produktionen zu finanzieren. Damit verbunden sei, dass der Fortbestand von Yingli bedroht sei. Insofern seien auch die Statements zu Yinglis Geschäfts- und Operationszahlen sowie die Aussichten falsch und irreführend gewesen und hätten entbehrten einer ausreichenden Grundlage, heißt es in der Begründung der Sammelklage weiter.

Yingli hatte Mitte Mai seinen Jahresbericht bei der Börsenaufsicht SEC veröffentlicht. Darin berichtete es, dass sich die beträchtliche Verschuldung des Photovoltaik-Herstellers auf das Geschäft sowie die Finanz- und Ertragslage auswirken könnte. Auch sei es unter diesen Umständen möglich, dass Yingli seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Schuldnern nicht rechtzeitig nachkommen könne und auch der weitere Geschäftsausbau sei gefährdet sei. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten bezifferte Yingli mit mehr als 1,6 Milliarden US-Dollar. Hinzukommen mittelfristig nochmals 276,1 Millionen US-Dollar sowie langfristige Schulden von 460,7 Millionen US-Dollar. In der Folge wies Yingli Spekulationen über eine mögliche Insolvenz zurück und betonte sich um die Neuordnung der Verbindlichkeiten zu bemühen. (Sandra Enkhardt)