Photovoltaik-Ausschreibung: Sybac Solar sichert sich 11 der 25 Zuschläge

Die Sybac Solar GmbH hat nun weitere Details zu ihrem Erfolg in der ersten Runde der Pilotausschreibungen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen veröffentlicht. Der Projektierer aus Kehrig habe sich in einem Joint Venture mit Schwestergesellschaften letztlich mit elf Geboten durchsetzen können. Damit hat Sybac Solar fast die Hälfte der insgesamt 25 Zuschläge für die eigens gegründeten Projektgesellschaften sichern können. Die Zuschlagsmenge betrage 68 Megawatt. Der durchschnittliche Preis für die bezuschlagen Gebote liege bei 9,33 Cent pro Kilowattstunde. „Damit hat die Sybac-Gruppe auch während der Gebotsphase ihrer Position vertreten, dass man nachhaltig Projektierungs- und Bauleistung für Solarprojekte nicht für den gegenwärtigen EEG-Preis von unter 9,00 Cent je Kilowattstunde anbieten kann“, teilte Sybac Solar weiter mit. Der Durchschnittspreis für alle Zuschläge lag nach Angaben der Bundesnetzagentur bei 9,17 Cent je Kilowattstunde – das niedrigste Gebot war dabei bei 8,48 Cent je Kilowattstunde und das höchste, noch bezuschlagte Gebot bei 9,43 Cent je Kilowattstunde.

Vor ihrem Erfolg bei den Ausschreibungen hatte die Sybac-Gruppe seit Mitte 2013 keine Photovoltaik-Projekte in Deutschland wegen der fehlenden Rentabilität mehr realisiert. Allerdings waren 2012 noch 220 Megawatt Photovoltaik-Leistung von dem Unternehmen in Deutschland realisiert worden. Damit seien auch genügend Kapazitäten und Know-how für die Umsetzung der bezuschlagten Photovoltaik-Projekte vorhanden, hieß es weiter. Die Sybac-Gruppe sieht sich selbst als klassischer mittelständischer Projektentwickler, der einen Großteil seiner Solarparks nach der Fertigstellung in Bürgerhand weitergibt.

Bis zum 19. Mai müssen die Bieter der bezuschlagten Projekte nun die Zweitsicherheit leisten. Dann beginnt die Realisierungsfrist von zwei Jahren für die Photovoltaik-Projekte. Wann genau die Sybac Solar-Gruppe ihre Solarparks bauen wird, steht noch nicht fest. „Zwei Jahre Zeit bleiben nun zur Realisierung der Projekte, deren Entwicklungsgeschwindigkeit vorrangig abhängig von der Erlangung des Baurechts sind“, heißt es dazu. Allerdings wird die Sybac-Gruppe durch die erfolgreiche Beteiligung an der Ausschreibung nun wieder einen Teil seiner Aktivitäten auf den Heimatmarkt konzentrieren. (Sandra Enkhardt)Webinar "Ausschreibungsverfahren für PV-Großkraftwerke – Eine Interpretation der ersten Ausschreibungsrunde" Zur Bewertung der ersten Ausschreibungsrunde veranstaltet pv magazine/Solarpraxis AG in Kooperation mit Geiser & von Oppen Rechtsanwälte – Partnerschaft ein Webinar am 7. Mai von 11 bis 12 Uhr. Rechtsanwältin Margarete von Oppen wird sowohl die Ergebnisse bewerten als auch offene Fragen beantworten. Auch Malte Luks und Philipp Wolfshohl von der Bundesnetzagentur werden über die erste Ausschreibungsrunde berichten und sich den Fragen der Teilnehmer stellen.Jetzt direkt anmelden