Insolvenzverwalter von Energiebau spricht mit potenziellen Investoren

Die Energiebau Solar Power war erst zu Jahresbeginn von dem skandinavischen Photovoltaik-Hersteller Innotech Solar AS aus der Insolvenz übernommen worden. Nach dessen Insolvenz blieb dem Photovoltaik-Großhändler keine Alternative und Ende März musste er erneut ein vorläufiges Insolvenzverfahren beantragen. Mittlerweile ist mit Christoph Nering auch ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. Er äußerte sich nun auch zur Lage bei Energiebau: „„Wir sind sehr zuversichtlich, dass der Geschäftsbetrieb dauerhaft konsolidiert werden kann. Ein erster Schritt hierzu ist die Sicherung der Gehälter für die rund 50 Mitarbeiter für die kommenden Monate.“

In Abstimmung mit dem Energiebau-Geschäftsführer Michael Schäfer würden auch bereits wieder Gespräche mit potenziellen Investoren im In- und Ausland geführt. Niering will eine Fortführungslösung bis spätestens zum 1. Juni umzusetzen. Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens solle dann eine dauerhafte Fortführungslösung etabliert werden, erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter weiter.

Ausschlaggebend für das zweite Insolvenzverfahren von Energiebau binnen eines Jahres sei die Insolvenz der norwegischen Muttergesellschaft Innotech Solar AS gewesen, die am 24. März einen entsprechenden Antrag gestellt hatte. In der Folge habe die Energiebau Solar Power GmbH nicht mehr die bereits zugesagte finanzielle Unterstützung erhalten, um den Geschäftsbetrieb weiter auszubauen, teilte der Photovoltaik-Großhändler nun mit. Neben Energiebau mussten auch die zum Herstellerverbund gehörenden deutschen Tochtergesellschaften ITS Innotech Solar Module GmbH und die ITS Halle Sell GmbH einen vorläufigen Insolvenzantrag stellen.

Den ersten Insolvenzantrag hatte Energiebau Ende Oktober 2014 stellen müssen. Zu Jahresbeginn schien der Kölner Großhändler durch die Übernahme von Innotech Solar dann zunächst gerettet. In Medienberichten war allerdings auch berichtet worden, dass die schwedische Modultochter, die als erste Tochtergesellschaft bereits Mitte März einen Insolvenzantrag stellen musste, bereits seit Herbst in Schwierigkeiten gesteckt haben soll. Seit Mitte Dezember soll die Produktion stillgestanden haben. (Sandra Enkhardt)