China hebt Photovoltaik-Zubauziel für 2015 auf 17,8 Gigawatt an

Teilen

Die Nationale Energiebehörde NEA in China hat das staatliche Photovoltaik-Zubauziel für dieses Jahr von 15 auf 17,8 Gigawatt angehoben und veröffentlichte dies nun auf ihrer Webseite. Im vergangenen Jahr, als China eigentlich 14 Gigawatt Photovoltaik-Leistung neu installieren wollte, reichte es am Ende nur für 10,5 Gigawatt. Die Erhöhung des diesjährigen Ziels sei „eine gute Nachricht für die Industrie“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Analysten Zhou Ziguang von Ping An Securities.

Auch die Analysten von Roth Capital Partners sehen den chinesischen Photovoltaik-Markt im Aufwind. Als Vorteil sehen sie, dass die NEA bislang keine konkreten Vorgaben für den Zubau bei Photovoltaik-Kraftwerken und den kleineren, sogenannten distributed Photovoltaik-Anlagen gemacht habe. Zuvor sei die Verteilung zwischen den Sektoren klar vorgegeben: So sollten acht Gigawatt an Großanlagen und sieben Gigawatt an kleineren Anlagen zugebaut werden. Gerade im Bereich der distributed Photovoltaik-Anlagen gebe es in China immer noch Probleme bei der Finanzierung oder den Genehmigungen, die den Zubau in diesem Segment erschwerten. Eine neue Verteilung nach den Provinzen sei auch nicht erfolgt. Bis Mitte April könnten die 26 Provinzen ihre Vorschläge äußern. Für das alte 15-Gigawatt-Zubauziel hatte die NEA allerdings bereits eine Verteilung nach Provinzen veröffentlicht. Demnach soll mit 1,3 Gigawatt in der Provinz XInjiang und mit 1,2 Gigawatt in der Provinz Hebei die meiste Photovoltaik-Leistung neu installiert werden.  

Die guten Nachrichten aus China könnten zudem noch weiter gehen. Es könnte eine Anhebung der Photovoltaik-Ziele im 13. Fünf-Jahres-Plan geben, der für 2016 bis 2020 gilt. Der Verband AECEA habe vor zehn Tagen einen Bericht veröffentlicht, wonach er von einer Anhebung des Ziels bei der installierten Photovoltaik-Leistung im Jahr 2020 auf 135 bis 150 Gigawatt ausgeht. Die Analysten von Roth gehen für diesen Zeitraum eher von einer jährlichen Photovoltaik-Nachfrage von rund 15 Gigawatt aus, was zu einer installierten Gesamtleistung von etwa 120 Gigawatt bis 2020 führen würde. Bei den höheren Zielen wären hingegen jährliche Zubauraten zwischen 18 und 21 Gigawatt notwendig in den Jahren zwischen 2016 und 2020. Dies sollte trotz der geringen Margen auch die Photovoltaik-Hersteller im Land beflügeln, heißt es weiter. (Jonathan Gifford/Sandra Enkhardt)

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.

Teilen

Ähnlicher Inhalt

An anderer Stelle auf pv magazine...

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.

Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.

Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.

Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.