Manz erhält 20 Millionen Euro von EIB für CIGS-Forschung

Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt dem Photovoltaik-Anlagenbauer Manz ein Darlehen über 20 Millonen Euro zur Verfügung. Mit den Mitteln sollen die Forschungsaktivitäten von Manz am deutschen Standort unterstützt werden, teilte die Bak mit. Es gehe dabei speziell um die Weiterentwicklung der CIGS-Dünnschichttechnologie. Das Forschungsvorhaben in diesem Bereich laufe bis Ende 2016. „Das Beispiel Manz belegt, dass sich gerade auch ein mittelständisches Unternehmen im internationalen Wettbewerb behaupten kann und Technologieführer wird. Dafür sind allerdings auch langfristig stabile Finanzierungsbedingungen erforderlich“, erklärte EIB-Vizepräsident Wilhelm Molterer. Er nannte die finanzielle Unterstützung „richtungsweisend“.

Erst in dieser Woche hat das ZSW in Stuttgart einen neuen CIGS-Wirkungsgrad-Rekord von 21,7 Prozent vermelden können. Manz ist bei dieser Forschung der Industriepartner der Stuttgarter Wissenschaftler und soll nun die Forschungsergebnisse in die Massenfertigung überführen. Bereits seit einigen Monaten bietet der Photovoltaik-Anlagenbauer eine sogenannte CIGS-Fab an. Bislang wartet Manz aber noch auf den ersten Auftrag für seine schlüsselfertige Fabrik zur Herstellung von CIGS-Dünnschichtmodulen.

Die CIGS-Forschung von Manz wird über das Programm „InnovFin – EU-Finanzierung für Innovatoren“ gefördert. Es berücksichtigt die besonderen Bedürfnissen mittelständischer Unternehmen bei der Forschungsfinanzierung. Das Programm geht auf eine gemeinsame Initiative von EIB und Europäischer Kommission zurück. (Sandra Enkhardt)