AS Solar stellt Geschäftsbetrieb ein

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Anfang Juli hatte das Amtsgericht Hannover ein vorläufiges Insolvenzverfahren für den Photovoltaik-Großhändler AS Solar eröffnet. Seit dem 1. August 2014 hat das geregelte Insolvenzverfahren über das Vermögen der AS Solar GmbH begonnen. Der Berliner Rechtsanwalt Rolf Rattunde bleibt auch in diesem Verfahren der zuständige Insolvenzverwalter. Die Gläubiger sind nun aufgefordert ihre Insolvenzanforderungen bis zum 10. Oktober 2014 beim Insolvenzverwalter anzumelden. Am 12. November 2014 wird eine Gläubigerversammlung zur Berichterstattung durch den Insolvenzverwalter und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen abgehalten.

Das operative Geschäft von der AS Solar GmbH wird nun abgewickelt. „Eine Sanierung des Geschäftsbetriebes der AS Solar GmbH im Wege eines Insolvenzplanverfahrens oder im Rahmen einer übertragenen Sanierung konnte mangels Investor leider nicht erreicht werden. Der Geschäftsbetrieb musste deswegen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens eingestellt werden“, heißt es von Seiten des Insolvenzverwalters. Derzeit erfolge ein Abverkauf des Anlage- und Vorratsvermögens. Hierfür würden einige der bis zur Eröffnung des geregelten Verfahrens noch verbliebenen 45 Mitarbeiter weiterbeschäftigt, der Rest freigestellt. Inwieweit einzelne Teilbereiche des Geschäftsbetriebes im eröffneten Insolvenzverfahren durch die Insolvenzschuldnerin oder Dritte fortgeführt werden können, bleibe abzuwarten, so der Insolvenzverwalter.

Laut dem Geschäftsführer von AS Solar Gerd Pommerien werden Kunden, die das Energiemanagement- und Monitoringsystem AS Energy Master betreiben, auch weiterhin betreut, von der Enerserv GmbH, die das Gerät entwickelt hat und nicht vom Insolvenzverfahren betroffen ist. Nach Einschätzung von Pommerien, haben auch die „desaströse Politik der Bundesregierung und die Diskussionen um das Erneuerbare-Energien-Gesetz“ zur schlechten Lage von AS Solar beigetragen. „Das Photovoltaik-Geschäft geht zurück und auch die Banken werden dadurch massiv verunsichert. AS Solar wird daher wahrscheinlich nicht das letzte Unternehmen aus diesem Bereich sein, das diesen Weg gehen musste.“ (Mirco Sieg)

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