Kläranlage spart Stromkosten mit solarem Eigenverbrauch

Die Photovoltaikanlage auf der Deponie Hainbronn in Pegnitz versorgt eine nahegelegene Kläranlage direkt mit Solarstrom. Mit den 153 Kilowattpeak Photovoltaik-Leistung könne der Bezug konventionellen Stroms erheblich reduziert werden, erklärt das Unternehmen Rödl und Partner, das die Stadt bei der Umsetzung beraten hat. Zusammen mit dem bereits bestehenden Klärgas-Blockheizkraftwerk werde nun fast der gesamte Stromverbrauch der Kläranlage „lokal, umweltfreundlich und preisstabil“ erzeugt.

„Uns ist ein weiterer Schritt gelungen, Ökologie und Ökonomie zu vereinen“, erklärt der Bürgermeister von Pegnitz Uwe Raab. „Unser Handeln ist an ökologischen Werten orientiert. Gleichzeitig wird künftig die Stabilisierung der Stromkosten allen Bürgern über die Abwassergebühr zu Gute kommen”.

Da die Photovoltaikanlage einen Tag vor Inkrafttreten der aktuellen EEG-Novelle in Betrieb genommen wurde, muss keine zusätzliche anteilige EEG-Umlage auf den selbst verbrauchten Solarstrom gezahlt werden. Zudem konnten Fördermittel der Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern mbH (GAB) in Anspruch genommen werden, die für Photovoltaikanlagen auf Deponien zur Verfügung stehen. Die Installation der Anlage übernahm die Firma MR SunStrom aus Dresden. (Mirco Sieg)