Solarwatt sieht sich auf dem Weg in die Gewinnzone

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Die Solarwatt GmbH hat sich im Schutzschirmverfahren offenbar erfolgreich saniert. „Wir befinden uns wieder im Angriffsmodus“, sagte Detelef Neuhaus, Sprecher der Solarwatt-Geschäftsführung, dem „Handelsblatt“. Die Produktion mit einer Jahreskapazität von 100 Megawatt sei seit Monaten „komplett ausgelastet“. Außerdem seien die Auftragsbücher voll, so Neuhaus weiter. Auch bei den Zahlen geht es bei dem Photovoltaik-Hersteller wohl wieder aufwärts. Es sei davon auszugehen, dass "wir im September die Gewinnschwelle erreichen", sagte Solarwatt-Finanzchef Carsten Bovenschen dem Blatt. Eigentlich wollte das Unternehmen schon zum Ende des vergangenen Jahres wieder aus den Schulden raus sein. Doch die Diskussionen über das EEG hätten den Markt in Deutschland einbrechen lassen.

Solarwatt hat sich in den vergangenen Wochen sogar wieder auf Expansionskurs gewagt. So hat das Unternehmen die Vertriebstöchter der insolventen Centrosolar in Frankreich und den Niederlanden sowie die dazugehörigen Markenrechte erworben. Der Umsatz könnte daher in diesem Jahr auch um bis zu einem Viertel höher liegen als die anvisierten 60 Millionen Euro, heißt es weiter. Für das kommende Geschäftsjahr rechne Solarwatt zudem mit einem „einstelligen Millionengewinn“. Der Umsatz solle dann die Marke von etwa 100 Millionen Euro erreichen. (Sandra Enkhardt)