Dünnschichthersteller profitieren von Solarworld-Beschwerden

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Die Preise für Dünnschichtmodule am Spotmarkt haben sich im vergangenen Monat um 5,2 Prozent aus 61,2 US-Cent verteuert. Im gleichen Zeitraum seien die Preise für kristalline Solarmodule, die zumeist aus China stammten, um 2,8 Prozent auf 63,2 US-Cent gesunken, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf die Daten von PV insights. Die Analysten von Bloomberg sehen im Anstieg der Preise für Dünnschichtmodule eine Reaktion auf die Anfang Juni verhängten vorläufigen Anti-Subventionszölle gegen Hersteller kristalliner Photovoltaik-Produkte aus China in den USA. Die gestiegene Gefahr von Importzöllen für chinesische Hersteller könnte nun die Dünnschichthersteller wie First Solar aus den USA oder Solar Frontier aus Japan helfen, die ihre Module oft günstiger verkaufen müssten im Vergleich zu den effizienteren kristallinen Module aus China, sagt Jenny Chase, Analystin von Bloomberg New Energy Finance. „Es ist sehr gut möglich, dass die Handelskriege die wirklich billigen chinesischen Solarmodule zunehmend unbrauchbar für viele Märkte machen“, so Chase weiter.

Solarworld hatte im September 2013 eine weitere Beschwerde beim US-Handelsministerium eingereicht. Es geht dabei um die Schließung eines Schlupflochs bei den bestehenden Anti-Dumping- und Anti-Subventionszöllen für kristalline Photovoltaik-Produkte aus China. Viele chinesische Hersteller würden die Zölle für ihre Module umgehen, indem sie Solarzellen aus Drittländern, dabei überwiegend aus Taiwan verwendeten, so die Beschwerde von Solarworld. Am 3. Juni verhängte das Ministerium schließlich vorläufige Zölle auf kristalline Solarmodule aus China und Taiwan zwischen 19 und 35 Prozent. Die endgültige Entscheidung wird bis zum 18. August erwartet. Danach muss dann die Internationale Handelskommission der USA die Entscheidung des Ministeriums binnen 45 Tagen bestätigen. (Sandra Enkhardt)

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