Modulpreise in den USA könnten deutlich steigen

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Die Preise für chinesische Solarmodule könnten bis zum Jahresende um etwa 20 Prozent steigen. Dies werde durch Lieferengpässe, steigende Materialkosten sowie den anhaltenden Handelsstreit zwischen den USA und China verursacht, heißt es im jüngsten Modulpreisbericht „Global PV Pricing Outlook“ von GTM Research. „Die Preise für Solarmodule chinesischer Hersteller sind historisch gesehen bedeutend niedriger gewesen als für Solarmodule, die in anderen Regionen gefertigt wurden. Zum Jahresende 2014 könnte dies jedoch nicht mehr der Fall sein“, sagt GTM Research-Analyst Jade Jones. Bereits jetzt würden die chinesischen Photovoltaik-Hersteller Modulpreise von bis zu 0,80 US-Dollar – umgerechnet knapp 0,58 Euro – pro Watt aufrufen für Lieferungen im zweiten Halbjahr. Ende vergangenen Jahres hätten die Preise noch bei 0,70 US-Dollar (0,51 Euro) pro Watt für chinesische Solarmodule gelegen.

Die Hauptursache für den Anstieg ist Jones zufolge der anhaltende Photovoltaik-Handelsstreit zwischen den USA und China, wobei es momentan eine weitere Prüfung durch das US-Handelsministerium gibt. Dies betrifft hauptsächlich die in China und Taiwan gefertigten kristallinen Solarzellen. Eine Ausdehnung der Einfuhrzölle könne die Preise für chinesische Solarmodule auf dem US-Markt weiter in die Höhe treiben, sagt Jones weiter. Zudem könnten die Preise wegen möglicher Strafzahlungen für chinesische Photovoltaik-Hersteller, die die Einfuhrzölle umgangenen haben, steigen. Zudem könnten die Hersteller ihre Zell- und Modulproduktionen im Falle einer ausgedehnten Zollbestimmung des US-Handelsministerium in andere Länder wie Indien, Südkorea oder Malaysia verlagern. Auch dies würde höhere Kosten nach sich ziehen, die die Photovoltaik-Hersteller dann an die Kunden in den USA weitergeben würden. Angesichts der Tatsache, dass die chinesischen Produzenten im vergangenen Jahr Solarmodule mit einer Gesamtleistung von drei Gigawatt in die USA geliefert haben, könnte dies den weiteren Photovoltaik-Ausbau in den USA teurer machen, so das Fazit von Jones.

GTM Research sieht in seinem Bericht aber noch weitere Gründe für den möglichen Preisanstieg. So sei der globale Spotmarktpreis für Polysilizium allein im erstem Quartal um 15 Prozent auf 21,20 US-Dollar pro Kilogramm gestiegen. Bis zum Jahresende werde der Preis nach dem Basisszenario auf bis zu 24 US-Dollar pro Kilogramm weiter steigen und die Waferpreise würden dann etwa bei 0,26 US-Dollar pro Watt liegen. Nach den Erwartungen der Analysten werden die chinesischen Hersteller ihre Modulpreise je nach Region anpassen. Momentan lägen sie zwischen 0,56 und 0,80 US-Dollar pro Watt. (Sandra Enkhardt)

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