Meyer Burger: Roth & Rau soll zweiter Hauptproduktionsstandort werden

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Bisher hat der Photovoltaik-Maschinenbauer eher durch schlechte Nachrichten auf sich aufmerksam gemacht. Zuletzt musste das zum Schweizer Meyer Burger-Konzern gehörende Unternehmen aus Sachsen erneut einen hohen Verlust für das Geschäftsjahr 2013 melden. Doch nun scheint die Trendwende bei Roth & Rau greifbar. Der Vorstandschef Peter Frankfurter von Roth & Rau sagte der „Freien Presse“, dass Hohenstein-Ernstthal zum zweiten Hauptproduktionsstandort neben dem schweizerischen Thun ausgebaut werden soll. Im Zuge der Verlagerung der Herstellung von anderen Standorten entstünden in diesem Jahr in Sachsen rund 60 neue Arbeitsplätze. Die Zahl der Mitarbeiter könnte damit auf 420 steigen und ein ähnliches Niveau wie vor dem Einbruch der Nachfrage der Solarindustrie erreichen, wie Frankfurter weiter sagte. Der Höhepunkt der Solarkrise sei 2013 erreicht worden und nun gebe es erste Anzeichen für eine Erholung. Die belegten die Neuaufträge. So habe Roth & Rau im vierten Quartal Bestellungen in Höhe von etwa 36 Millionen Euro erhalten. Dieser Trend habe sich auch zu Jahresanfang fortgesetzt, sagte der Roth & Rau-Vorstandschef weiter. Der Maschinenbauer hatte zum Jahresende neue Anlagen zur Herstellung von Heterojunction-Solarzellen auf den Markt gebracht. Diese erreichten hohe Wirkungsgrade und reduzierten gleichzeitig die Kosten bei der Herstellung. Dem Bericht zufolge hätten rund 50 Mitarbeiter in der Entwicklungsabteilung an den neuen Anlagen gearbeitet, von denen sich Roth & Rau nun eine steigende Nachfrage und damit auch einen höheren Umsatz erwartet.

Anfang Februar legte Roth & Rau vorläufige, nicht geprüfte Zahlen für das Geschäftsjahr 2013 vor. Demnach gab es wegen des angespannten Photovoltaik-Marktes herbe Einbußen bei Umsatz und Ertrag. Den vorläufigen Zahlen zufolge halbierte sich der Umsatz von 154,1 Millionen Euro im Vorjahr auf rund 77 Millionen Euro im Jahr 2013. Das vorläufige operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel mit -33,3 Millionen Euro deutlich schlechter aus als der Vorjahreswert von -17,4 Millionen Euro. (Sandra Enkhardt)

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