REC stellt Studie zu gewerblichem Eigenverbrauch vor

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REC hat eine Studie zum Thema gewerblicher Eigenverbrauch von Solarstrom in Deutschland erstellt, die Ende der Woche auf dem 14. Forum Solarpraxis in Berlin offiziell vorgestellt wird. Das Photovoltaik-Unternehmen habe für seine Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen die Unternehmen in Deutschland in drei Segmente unterteilt – produzierendes Gewerbe, Handel und Schwerindustrie. In der Studie seien dann die wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen wie Amortisationsdauer, Netto-Kapitalwert und interner Zinsfuß berechnet worden, indem die Einsparungen aus dem Eigenverbrauch mit den Rückflüssen aus der Einspeisevergütung verglichen worden seien, sagt Mitautor Andreas Balser, Direktor, Strategie und Business Development bei REC. Für die Studie seien reale Lastprofile aus der Supermarkt-, Lebensmittel- und Schwerindustrie herangezogen worden.

Zentrale Ergebnisse der Studie sind REC zufolge, dass Photovoltaik-Anlagen und Eigenverbrauch für das Segment „Supermarkt“ am attraktivsten seien, dicht gefolgt von der Lebensmittelindustrie. Für die Schwerindustrie gibt es kaum finanzielle Vorteile, sagt Balser weiter. Die Amortisationszeiten für die Solaranlagen lägen bei neun Jahren für Supermärkte und zwölf Jahre bei der Lebensmittelindustrie – allerdings variierten sie angesichts der unterschiedlichen Einstrahlungswerte in Nord- und Süddeutschland. Gewerblicher Eigenverbrauch sei für diese Segmente besonders wegen der hohen Strompreise attraktiv. „Innerhalb der nächsten 20 Jahre wird der Strombezugspreis für die Supermarkt- und die Lebensmittelindustrie leicht sinken. Grund dafür ist, dass sich die EEG-Umlage erheblich verringert, sobald die hohe Einspeisevergütung alter Solaranlagen ausläuft“, sagt Balser mit Blick auf die Berechnungen. In der Studie hat REC auch berücksichtigt, dass es derzeit viele Diskussionen in Deutschland gibt, die EEG-Umlage auch für selbstverbrauchten Solarstrom zu erheben. Für den Fall, dass die volle Höhe der EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch erhoben werde, rentiere sich in keinem der Segmente mehr eine Investition in eine Photovoltaik-Anlage, so Balser weiter. (Sandra Enkhardt)

Die Studie wird auf dem 14. Forum Solarpraxis am 21./22. November in Berlin vorgestellt. Andreas Balser wird am zweiten Konferenztag zum Thema „Maximale Erträge aus einer Industriesolaranlage mit Eigenverbrauch“ referieren.Zum vollständigen Programm

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