BDEW für radikale EEG-Refom

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Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat ein Strategiepapier erarbeitet, dass eine radikale Reform der Förderung erneuerbarer Energien vorsieht. Darin sei eine schrittweise Abschaffung der Einspeisevergütung für Photovoltaik, Windkraft- und Biomasseanlagen geplant, berichtet „Spiegel Online“. Die Betreiber dieser Erneuerbaren-Energien-Anlagen sollten ihren Strom künftig selbst an der Börse verkaufen. Auf den fluktuierenden Börsenstrompreis solle dann eine feste Prämie aufgeschlagen werden. Die Höhe der Prämien solle in regelmäßigen Abständen in Form einer Auktion neu festgelegt werden. Wenn also neue Photovoltaik-Anlagen gebaut werden sollen, müssten die Betreiber vorab sagen, wie hoch die feste Prämie seien müsste, berichtet das Magazin, dem das BDEW-Papier vorab vorlag. Die verschiedenen Interessenten würden sich in diesem Verfahren gegenseitig unterbieten, was aus Sicht des BDEW die Kosten für die EEG-Umlage senke. Der Verband fordere in seinem Strategiepapier die sogenannte Ex-Ante-Prämie schrittweise bis zum 1. Januar 2016 einzuführen.

Nach Informationen von „Spiegel Online“ hat es lange auch intern Streit über das Papier gegeben. Während die Vertreter der großen Energiekonzerne auf diesen Vorschlag beharrten, warnten Vertreter von Erneuerbare-Energien-Unternehmen vor diesem Modell. Letztere fürchten damit, dass der Ausbau der Erneuerbaren damit komplett zum Erliegen kommen könnte. Die Investitionssicherheit sei mit diesem Modell nicht mehr gegeben.

Im Strategiepapier sei zudem eine weitere Forderung an die Bundesregierung enthalten. Neben einer EEG-Reform müsse auch das Strommarktdesign dringend geändert werden. Der BDEW plädiere in seinem Papier für die Schaffung eines Kapazitätsmarktes, bei dem die Betreiber von fossilen Kraftwerken eine Vergütung für das Bereitstellen von Reserven erhalten sollen. Damit könnten die immer unrentabler werdenden Kohle- und Gaskraftwerke der Energiekonzerne auf neue Milliardeneinnahmen hoffen.

Der BDEW wollte sich auf Anfrage von pv magazine nicht zu dem Strategiepapier äußern. Der Verband verwies auf die öffentliche Präsentation des Konzepts am morgigen Freitag in Berlin. (Sandra Enkhardt)

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