400 ehemalige First-Solar-Mitarbeiter bald arbeitslos

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First Solar Inc. stellte seine Produktion in Deutschland zum Jahresende 2012 ein. Die von der Schließung der Werke in Frankfurt/Oder betroffenen Mitarbeiter sollten über eine Transfergesellschaft neue Arbeitsplätze finden. Nach Angaben des regionalen Fernsehsenders „rbb“ fällt die bisherige Bilanz allerdings mager aus und es regt sich Kritik. Rund 640 Mitarbeiter, was knapp die Hälfte der Gesamtbelegschaft von First Solar entspricht, gingen in Transfergesellschaft über. Rund ein Drittel haben laut Bericht bislang eine neue Stelle gefunden. Die übrigen 400 ehemaligen First-Solar-Mitarbeiter müssten ab 1. Oktober in die Arbeitslosigkeit gehen. "Die Hoffnung war sicherlich größer als das, was wir jetzt sehen", sagte Jochem Freyer, der Leiter der Agentur für Arbeit in Frankfurt/Oder, dem rbb.

Freyer übte demnach auch Kritik an den ehemaligen Mitarbeitern von First Solar, von denen er sich mehr Engagement und Flexibilität gewünscht hätte. Seit Stellvertreter andererseits habe sich vor rund drei Monaten allerdings auch über die Arbeit der Transfergesellschaft beklagt. Die Betreiberin der Transfergesellschaft, die TÜV Rheinland GmbH, wollte sich gegenüber dem rbb nicht äußern. Im Raum stehe aber, dass eine weitere EU-Förderung bewilligt werde, mit der weitere Qualifizierungsmaßnahmen für die ehemaligen Angestellten des US-Photovoltaik-Herstellers geplant werden könnten. (Sandra Enkhardt)