China verhängt Anti-Subventionszölle auf US-Silizium

China will ab Freitag Importe von Photovoltaik-Silizium aus den USA mit Anti-Subventionszöllen belegen. Das ist einer Meldung zu entnehmen, die das chinesische Handelsministerium (Mofcom) auf seiner Homepage veröffentlicht hat. Abgesehen davon, dass nur US-Unternehmen betroffen sein werden, enthält die Mitteilung jedoch keine Hinweise darauf, um welche Unternehmen es sich konkret handelt und wie hoch die Anti-Subventionszölle ausfallen werden. Das Ministerium erwähnt lediglich, dass Chinas Silizium-Industrie wegen der Subventionen zugunsten der US-Produzenten erheblichen Schaden erlitten habe.

Wie Reuters berichtet, werden nur die Unternehmen Hemlock Semiconductor Corp und AE Polysilicon Corp von der Regelung getroffen sein, nicht jedoch die Silizium-Produzenten REC und MEMC. Demnach soll der Anti-Subventionszoll bei relativ niedrigen 6,5 Prozent liegen.

Die Anti-Dumping-Zölle, die das chinesische Handelsministerium bereits im Juli auf Photovoltaik-Silizium aus den USA und Südkorea verhängt hat, liegen für Importe aus den USA zwischen 53,3 und 57 Prozent und für Importe aus Südkorea zwischen 2,4 und 48,7 Prozent. Damit hatte China auf die in den USA eingeführten Strafzölle von bis zu 250 Prozent auf chinesische Photovoltaik-Produkte reagiert. (Max Hall, Wenjing Feng; übersetzt und bearbeitet von Petra Hannen)