China genehmigt Photovoltaik-Anlagen mit 1,8 Gigawatt

Chinas Energiebüro hat kürzlich die erste Liste von Photovoltaik-Demonstrationsanlagen veröffentlicht. Demnach seien Projekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 1,8 Gigawatt genehmigt worden, berichtet NPD Solarbuzz. Der Bau von Photovoltaik-Demonstrationsanlagen mit 750 Megawatt Leistung solle noch in diesem Jahr beginnen. Bislang seien die Finanzierung der Projekte sowie die aktuellen Einspeisetarife die größten Hindernisse gewesen. Doch dies solle sich im zweiten Halbjahr dank zusätzlicher Maßnahmen ändern, berichtet NPD Solarbuzz weiter. Es stehe nun fest, dass die 16 ausgesuchten kommerziellen Projektierer und die zwei Energieversorger für ihre Photovoltaik-Demonstrationspark eine Einspeisevergütung von umgerechnet 0.05 Euro pro Kilowattstunde. In einigen Regionen wie Jiangsu und Anhui kämen noch zusätzliche Vergünstigungen von Provinzseite hinzu.

Das chinesische Energiebüro legt bei den Projekten großen Wert auf Eigenverbrauch, wie NPD Solarbuzz weiter berichtet. Alle Projektierer der nun genehmigten Demonstrationsanlagen hätten zugesagt, mindestens 70 Prozent ihres erzeugten Solarstrom selbst zu nutzen. Der Eigenverbrauch werde zum einen die Fertigstellung der genehmigten Photovoltaik-Projekte beschleunigen und auch den Markt für Photovoltaik-Dachanlagen weiter forcieren. Dieses Segment werde in den kommenden zwei Quartalen deutlich wachsen, prognostizieren die Analysten von NPD Solarbuzz.

In dieser Woche veröffentlichte NPD Solarbuzz zudem, dass von einer Nachfrage von insgesamt neun Gigawatt aus China und Japan im zweiten Halbjahr ausgegangen werde. China werde voraussichtlich der größte Photovoltaik-Markt weltweit in diesem Jahr werden. (Sandra Enkhardt)