Conergy: Ausländische Tochtergesellschaften von Insolvenz unberührt

Teilen

Der Insolvenzantrag von Conergy bezieht sich nur auf die Conergy AG sowie die beiden deutschen Tochtergesellschaften Mounting Systems GmbH und Conergy SolarModule GmbH & Co. KG. Conergys ausländische Tochtergesellschaften sind von der Antragstellung des Mutterkonzerns zur Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens derzeit nicht betroffen, heißt es bei Conergy.

„In Deutschland sind derzeit weder die Conergy Services GmbH noch die Conergy Deutschland GmbH von der vorläufigen Insolvenz betroffen und auch bei den internationalen Niederlassungen sind wir derzeit optimistisch, dass deren Aktivitäten reibungsfrei weiterlaufen“, sagt der am Freitag berufenen Insolvenzverwalter Sven-Holger Undritz von der Sozietät White & Case. Die Auswirkungen auf die Tochtergesellschaften im In- und Ausland würden aber selbstverständlich geprüft.

Die Sicherung der Arbeitsplätze sei nun oberstes Ziel. „Jetzt geht es zunächst darum, die komplexe Situation des Konzerns und seiner Tochtergesellschaften zu analysieren“, sagt Undritz. „Unser zentrales Interesse liegt selbstverständlich darin, den Geschäftsbetrieb möglichst in allen Bereichen unverändert fortzuführen, die Arbeitsplätze zu sichern sowie die Kunden- und Lieferantenbeziehungen weiterhin aufrecht zu erhalten.“

Auch wenn die Produktion in Frankfurt (Oder) vorerst eingestellt wurde, gehe der Geschäftsbetrieb des Mutterkonzerns Conergy AG zunächst unverändert weiter. Dies gelte für sowohl für die rund 200 Arbeitnehmer am Standort Hamburg sowie für die etwa 50 Mitarbeiter in Conergys Zentrallager in Zweibrücken. Die Produktion in Frankfurt (Oder) soll schnellstmöglich wieder hochgefahren werden. (Mirco Sieg)