Rekord: Über 60 Prozent Strom aus Sonne und Wind

Einen neuen Rekord für die erneuerbaren Energien in Deutschland meldet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR): Am Sonntag haben demnach Photovoltaik-Kraftwerke und Windkraftanlagen in Deutschland ihren Beitrag an der benötigten Kraftwerksleistung erstmals auf die Rekordmarke von 61 Prozent gesteigert. Der bisherige Spitzenwert von 59,1 Prozent wurde einen Tag zuvor, am Samstag, erreicht.

Die Zahlen basieren auf einer Auswertung von Daten der Leipziger Strombörse EEX für den 16. Juni 2013. Demnach waren am Sonntag in Deutschland nach den Daten der Übertragungsnetzbetreiber zwischen 7 und 20 Uhr Photovoltaik-Anlagen und Windräder mit einer Leistung zwischen etwa 7.000 und 30.000 Megawatt am Netz. Zwischen 14 Uhr und 15 Uhr seien zur Stromversorgung Kraftwerkskapazitäten mit einer Leistung von insgesamt rund 48.500 Megawatt notwendig gewesen. Windenergieanlagen hätten zu dieser Zeit etwa 9.300 Megawatt beigesteuert, so das IWR, und Photovoltaik-Kraftwerke sogar rund 20.300 Megawatt. Zusammen hätten Sonne und Wind damit 29.600 Megawatt der Kraftwerksleistung geliefert, während auf die konventionellen Kraftwerke – Atom, Kohle, Gas, Öl – nur noch eine Leistung von rund 18.900 Megawatt entfallen sei. Damit hätten Sonne und Wind rund 61 Prozent zu der benötigten Kraftwerksleistung in Deutschland beigetragen.

„Es gibt derzeit kein Land auf der Welt, in dem Wind- und Solaranlagen über 60 Prozent der für die Stromversorgung benötigten Kraftwerksleistung sicherstellen können“, sagt IWR-Direktor Norbert Allnoch. „Die Daten widerlegen eindrucksvoll die im Zuge der Energiewende immer wieder vorgetragenen Befürchtungen, dass eine Stromversorgung mit so viel Wind- und Solaranlagen in einem Industrieland wie Deutschland nicht funktionieren kann.“ (Petra Hannen)