Global Solar Alliance wächst

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Die Global Solar Alliance tritt künftig mit verstärkter Kraft auf. Die Renewable Energy India und die Green Energy Expo & Conference (Korea) schlossen sich dem Netzwerk führender Solarmessen und -kongresse an, wie am Mittwoch auf dem ersten Global Solar Summit in Mailand bekanntgegeben wurde. Mit der Erweiterung der Global Solar Alliance wird offensichtlich der Wettbewerb für die Macher der Intersolar schärfer. Denn mit der SNEC (Shanghai), der Solar Power International (USA), der Solarexpo (Italien) sind nun mit der Renewable Energy India sowie der Green Energy Expo & Conference in Daegu (Korea) zwei weitere führende Solarmessen dem Netzwerk beigetreten. „Wir verstehen uns als Stimme der Industrie zur Weiterentwicklung von Solarmärkten und wollen unsere Plattform  zum Erfahrungsaustausch für die Solarindustrie ausbauen“, kündigte Massiimiliano Cecchin, Mitglied des Vorstandes der Global Solar Alliance, an. „Neben Handelsaspekten gibt es sehr viele Themen, an denen wir künftig mehr an einem Strang ziehen müssen, um mit fossiler und nuklearer Energie weltweit wettbewerbsfähig zu werden“, betonte Rhone Resch, Präsident und Vorstandschef der Solar Energy Industries Association (USA).

Wenige Gemeinsamkeiten gab es allerdings bei der Eingangsveranstaltung zwischen Befürwortern und Gegnern des EU-Handelsstreits mit China. Die Sprecher von AFASE, Paulette Vander Schueren und EU ProSun Milan Nitzschke tauschten die bereits bekannten Argumente aus. Auf wenig Gegenliebe bei Nitschzke stieß auch der Appell von Guangbin Sun von der chinesischen Handelskammer zur verstärkten Zusammenarbeit der europäischen und chinesischen Solarindustrie. Bevor China nicht seine Subventionierung der Solarindustrie herunterfahre, fehle eine Basis für eine Kooperation, betonte Nitzschke. Keine offizielle Stellungnahme gab es auf der Veranstaltung zu Medienberichten, nachdem die EU Kommission vorläufigen Importzöllen in Höhe von 47 Prozent auf chinesische Solarimporte zugestimmt haben soll. Doch hinter vorgehaltener Hand hieß es, die EU–Kommission habe bewusst solche Gerüchte gestreut, um Kritiker der geplanten Handelszölle in den Mitgliedsstaaten vor er offiziell angekündigten Entscheidung über die vorläufigen Anti-Dumpingzölle am 6. Juni unter Druck zu setzen. (Hans-Christoph Neidlein)