US-Handelsministerium prüft chinesische Importe

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Das US-Handelsministerium hat die Zollbehörden beauftragt, zusätzliche Maßnahmen zur Prüfung der Einfuhren von kristallinen Photovoltaik-Modulen aus China zu ergreifen. Dies schreibt die Koalition der US-Solarhersteller (CASM), auf deren Beschwerde hin im vergangenen Jahr Importzölle von bis zu 250 Prozent auf die chinesischen Produkte erhoben wurden. Hinter dem Memorandum des Ministeriums vom 9. April steht CASM zufolge der Verdacht, dass die Hersteller und Importeure chinesischer Solarmodule Falschmeldungen zu ihren Einfuhren machten, um die Zölle zu umgehen. Einige Importeure würden unsachgemäße Einfuhrangaben machen.  CASM zitiert auf dem Ministeriumsschreiben: „Die Daten deuten darauf hin, dass einige Importeure die Ware als entweder nicht AD/CVD (Anti-Dumping- und Anti-Subventionszoll)-pflichtig angeben oder den Wert der eingeführten Ware niedrigen deklarieren als er für die eigentlichen Bestellungen ist.“

CASM-Präsident Gordon Brinser, der zugleich Präsident der US-Tochter von Solarworld ist, betonte erneut, dass die Solarindustrie in den USA großen Schaden durch die illegalen Handelspraktiken der chinesischen Photovoltaik-Konkurrenz erlitten habe. Die US-Regierung habe dies nach 13-monatigen Verhandlungen anerkannt und Einfuhrzölle für kristalline Solarmodule aus China verhängt. Nun würden die chinesischen Hersteller und ihre Importeure offensichtlich versuchen, die Bestimmungen zu umgehen. CASM begrüßt daher, dass die US-Regierung weiterhin wachsam bleibe, so Brinser weiter.

Knapp 240 Unternehmen der US-Solarindustrie – darunter Installateure und Hersteller – haben sich der Koalition CASM angeschlossen. Gegründet wurde sie ursprünglich von sieben Unternehmen, die Solarzellen und Module in den USA herstellen. Öffentlich tritt aber nur Solarworlds US-Tochter in Erscheinung. Das US-Handelsministerium sowie die ITC in Washington hatten Anti-Dumping- und Anti-Subventionszölle zwischen 24 und 250 Prozent für eingeführte kristalline Photovoltaik-Produkte aus China verhängt. In Europa läuft derzeit ebenfalls eine Untersuchung, die zu Anti-Dumping- und Anti-Subventionszöllen für chinesische Hersteller führen könnte. Seit Anfang März besteht in der EU eine Registrierungspflicht für Importe von kristallinen Photovoltaik-Produkten aus China. (Sandra Enkhardt)Mehr zum Thema Importzölle lesen Sie in unserem Spezial.

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