SEIA: US-Systempreise fallen trotz Strafzöllen

In den USA haben sich die Systempreise für Photovoltaik-Anlagen im dritten Quartal im Vergleich zum zweiten Quartal 2012 trotz der im Frühjahr 2012 verhängten Strafzölle auf chinesische Module verringert. Wie die US-Solarindustrievereinigung SEIA (Solar Energy Industries Association) in ihrem vierteljährlichen Überblick zum Photovoltaik-Markt schreibt, hätten sich die Durchschnittspreise je nach Kundengruppe im Vergleich zum Frühjahrsquartal wie folgt verändert: Die Preise für kleine, private Dachanlagen seien um 4,4 Prozent auf 5,21 Dollar je Watt gefallen. Im sogenannten non-residential Bereich sind die Preise SEIA zufolge um 3,0 Prozent auf 4,18 Dollar je Watt gesunken. Große Photovoltaik-Anlagen im Versorgersektor hätten sich binnen des Quartals um 7,7 Prozent auf 2,40 Dollar je Watt verbilligt.

Allerdings ging die installierte Photovoltaik-Leistung erheblich zurück, wie aus dem SEIA-Bericht hervorgeht. Sie sank im Vergleich zum dritten Quartal 2011 um 44 Prozent auf 684 Megawatt Leistung. Ein Zusammenhang mit den Strafzöllen lässt sich daraus aber aus Sicht der SEIA nicht ableiten, da die Quartalszahlen erheblich unter der Realisierung von Photovoltaik-Großprojekten schwanken. Auch die Modulpreise hätten sich nicht erhöht. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag laut SEIA im 3. Quartal mit 0,75 Dollar/Watt. Dies bedeutet eine Absenkung um zwölf Cent im Vergleich zum zweiten Quartal 2012. (Oliver Ristau)

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