SAG Solarstrom mit Pilotprojekt in Chile

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Im chilenischen Paiguano, etwa 500 Kilometer nördlich von Santiago de Chile, will SAG Solarstrom ein Pilotprojekt starten. Damit plant das Unternehmen, auch auf dem chilenischen Markt Fuß zu fassen. Die Anlage befindet sich auf einer nicht genutzten Agrarfläche, die erweiterbar ist, teilte SAG Solarstrom mit. Die Fertigstellung ist für Anfang 2013 geplant.

Die Region Coquimbo, in der die Anlage errichtet wird, verfügt laut SAG Solarstrom über eine Sonneneinstrahlung von etwa 1.790 Kilowattstunden je Kilowatt Anlagenleistung. Das wären rund 60 Prozent mehr, als in den sonnigsten Gebieten Deutschlands. Mit der geplanten Anlage sei es möglich, jährlich etwa 3.600 Megawattstunden zu produzieren. Der erzeugte Strom soll Unternehmensangaben zufolge vom Landeigentümer, einem Agrarbetrieb, abgenommen werden. Der überschüssige Strom werde eingespeist, heißt es weiter.

"Die Zwei-Megawatt-Anlage gibt uns die Möglichkeit, mit überschaubarem Risiko in einem sehr interessanten Wachstumsmarkt Fuß zu fassen. Wir führen bereits Gespräche, um nach einem erfolgreichen Abschluss des Pilotprojektes eine relevante Projektpipeline auch für Großprojekte in Chile aufzubauen", sagt Karl Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender der SAG Solarstrom AG.

Die chilenische Regierung will bis 2020 den Anteil erneuerbarer Energien auf 20 Prozent anheben. Grüner Strom genießt Einspeisevorrang. Außerdem profitieren Unternehmen, die in Chile investieren, von Steuervorteilen. (Jacob Paulsen)