SMA kassiert Prognose und kürzt radikal Stellen

Die SMA Solar Technology AG muss aufgrund eines massiven Einbruchs auf den europäischen Photovoltaik-Märkten und des weiter zunehmenden Preisdrucks seine Prognosen für 2013 anpassen. Für das kommende Jahr rechne der Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern mit einem deutlichen Umsatzrückgang auf 0,9 bis 1,3 Milliarden Euro. In diesem Jahr wird der Umsatz voraussichtlich noch zwischen 1,3 und 1,5 Milliarden Euro liegen; im vergangenen Jahr waren es noch 1,7 Milliarden Euro, hieß es weiter. "Die Wachstumsimpulse der außereuropäischen Solarmärkte reichen nicht aus, um den erwarteten Nachfragerückgang in Europa zu kompensieren", sagt Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Die Einbußen ließen sich nicht allein durch bessere Produktivität und technologische Innovationen kompensieren. „Im besten Fall rechnen wir 2013 mit einem ausgeglichenen operativen Ergebnis. Einen Verlust können wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht ausschließen", so Urbon weiter.

Der Photovoltaik-Hersteller plant auch seine personellen Strukturen an das rückläufige Geschäft anzupassen. Im Klartext heißt dies, dass SMA sich schrittweise weltweit von 450 Mitarbeitern sowie 600 Zeitarbeitnehmern trennen werde. Entlassungen in der Entwicklung seien hingegen nicht geplant, hieß es weiter. In diesem Bereich seien im kommenden Jahr Investitionen von mehr als 100 Millionen Euro geplant, um Zukunftstechnologien weiter voranzutreiben. (Sandra Enkhardt)