Conto Energia V schon fast ausgeschöpft

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Italiens Regierung hat in ihrem neuen Solarfördergesetz Conto Energia V festgelegt, dass die meisten Photovoltaik-Anlagen einer Registerpflicht unterliegen, wollen die Betreiber eine Einspeisevergütung erhalten. Die Netzbehörde GSE hat nun die Anmeldung für das erste Registerhalbjahr geschlossen und wird bis zum 8. Oktober die Listen der Anlagen veröffentlichen, die eine Vergütung erhalten können, wie New Energy Projects berichtet. Mit dem Conto Energia V unterliegen alle Photovoltaik-Anlagen über zwölf Kilowatt Leistung  einer Registerpflicht. Ausnahmen bestehen nur für System bis 50 Kilowatt, sofern ein Asbestdach komplett saniert wurde sowie integrierte Photovoltaik-Anlagen mit innovativen Merkmalen oder der öffentlichen Hand sowie bei Anlagen mit Konzentratortechnologie. Für diese ist allerdings eine maximale Fördergrenze von 50 Millionen Euro im Gesetz festgeschrieben. Betreiber von Photovoltaik-Anlagen zwischen 12 und 20 Kilowatt Leistung, die freiwillig auf ein Fünftel der Einspeisetarife verzichten, können ebenfalls die Registerpflicht umgehen.

Insgesamt hat die italienische Regierung die Solarförderung im Zuge des Conto Energia V auf 700 Millionen Euro begrenzt. Für das erste Register sind 140 Millionen Euro vorgesehen. Das Conto Energia IV war bei sechs Milliarden Euro Gesamtförderung ausgelaufen. Allerdings gab es in der Übergangsphase weitere Anlagen, die ans Netz angeschlossen wurden und nun auf die Fördersumme des Conto Energia V angerechnet werden. Dadurch sind laut GSE-Zähler aber zum jetzigen Zeitpunkt bereits etwa die Hälfte der Gesamtsumme verbraucht. Insgesamt beliefen sich die bisherigen Kosten unter dem neuen Gesetz auf rund 523.000 Euro, so der aktuelle Stand auf der Webseite der Behörde. Blickt man aber auf die Gesamtsumme scheinen noch etwas mehr Mittel zur Verfügung zu stehen. So stünden die Ausgaben für die Solarförderung in Italien kumuliert bei rund 6,333 Milliarden Euro. Bei 6,7 Milliarden Euro soll nach dem Willen der Regierung in Rom die Förderung komplett auslaufen. „Bei optimistischer Rechnung ist also spätestens Ende 2014 Schluss“, sagt Andreas Lutz von New Energy Projects. Allerdings gebe es noch viele Photovoltaik-Anlagen, die ans Netz gingen, aber nicht der Registerpflicht unterlägen. Da sie auch auf die Summe des Conto Energia IV angerechnet würden, könnten die 6,7 Milliarden Euro wohl doch viel früher erreicht werden.

Dies deckt sich mit der Einschätzung anderer Experten. So geht etwa Carlo Zucchino, Präsident von Solectric srl., von einem raschen Erreichen der 6,7 Milliarden Euro aus. Analysten wie Dirk Morbitzer von Renewable Analytics warnten bereits im Sommer vor einer Vollbremsung des italienischen Photovoltaik-Marktes. Einziger Ausweg sei, dass die italienische Regierung schnell eine Nachfolgeregelung für die Solarförderung beschließe und auf diesem Wege die Investorensicherheit wahre. (Sandra Enkhardt)

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