67 Inventux-Mitarbeiter freigestellt

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Der insolvente Berliner Dünnschichthersteller Inventux hat 67 Mitarbeiter freigestellt. Zuvor habe es die Arbeitsagentur abgelehnt, das Insolvenzgeld für jene Mitarbeiter vorzufinanzieren, die vor der Insolvenzanmeldung bereits in Kurzarbeit waren, heißt es vom Insolvenzverwalter Professor Ralf Rattunde. Die freigestellten Mitarbeiter seien vor allem in der Produktion tätig gewesen, die Inventux bereits deutlich reduziert hatte.

Die Arbeitsagentur würde laut Insolvenzverwalter das Insolvenzgeld lediglich für 121 Mitarbeiter vorfinanzieren. Sieben Mitarbeiter im Ausland hätten ebenfalls keinen Anspruch auf Insolvenzgeld, sechs Mitarbeiter seien außerhalb der Lohnfortzahlung, da sie seit längerer Zeit krank geschrieben seien oder sich im Erziehungsurlaub befänden und für zwölf Mitarbeiter sei zum Ende des Monats ein Aufhebungsvertrag vereinbart worden. Das Unternehmen, das siliziumbasierte Dünnschichtsolarmodule herstellt, hatte Ende vorletzter Woche Insolvenz beantragt.

"Die schlechte Nachricht ist, dass wir nach den Verhandlungen mit der Arbeitsagentur leider 67 Inventux-Mitarbeiter freistellen mussten", so Rattunde. "Solange keine Aufträge vorliegen, können wir die Produktion von Solarmodulen nicht wiederaufnehmen. Die gute Nachricht ist, dass wir für 121 Mitarbeiter bei der Arbeitsagentur die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes zunächst bis Ende Mai und voraussichtlich bis Ende Juli sichern konnten. Ab Juni können wir den Betrieb mit insgesamt 201 Mitarbeitern fortführen. Da die freigestellten 67 Mitarbeiter nicht gekündigt sind, gehören sie weiter zur Belegschaft."

Gestern hatte die Belegschaft von Inventux für den Erhalt ihre Arbeitsplätze demonstrert und will diese Aktion jetzt wöchentlich montags wiederholen. (William Vorsatz)