Spiegel: Umweltministerium erwartet Photovoltaik-Boom

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Die drastischen Einschnitte bei der Solarförderung haben in den ersten Wochen des Jahres zu einem erneuten Boom beim Bau von Photovoltaik-Anlagen geführt. Davon geht zumindest das Bundesumweltministerium in einem internen Papier aus, aus dem „Der Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe zitiert. So rechne das Ministerium damit, dass wegen der Vorzieheffekte wegen der geplanten Kürzung der Photovoltaik-Einspeisetarife nochmals rund neun Milliarden Euro EEG-Förderung zusätzlich über die kommenden 20 Jahre hinweg gezahlt werden müssten. Investoren versuchten, ihre Anlagen rechtzeitig vor den Kürzungen ans Netz zu bringen. Noch steht eine genaue Regelung der Übergangsfristen noch aus. Zunächst hatten Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) mit ihren Ankündigungen für massive Verunsicherung bei den Investoren gesorgt. Sie wollten ursprünglich bereits zum 9. März die Einspeisetarife für Solarstrom um bis zu 30 Prozent senken. Dies ist nach den jüngsten Verlautbarungen nun auf den 1. April verschoben, wobei gerade bei größeren Projekten noch über längere Übergangsfristen verhandelt wird.

„Der Spiegel“ berichtet weiter, dass das Bundesumweltministerium davon ausgeht, dass der von der Bundesnetzagentur für Dezember 2011 vermeldete Rekordzubau von knapp 3000 Megawatt nun nochmals „deutlich übertroffen werden“ könnte. Die Bundesnetzagentur hatte in der vergangenen Woche die Zubauzahlen für das vierte Quartal veröffentlicht. Insgesamt sind demnach im vergangenen Jahr rund 7485 Megawatt Photovoltaik-Leistung zugebaut worden. Im April – so die Ankündigung der Behörden – sollen voraussichtlich die Zahlen der neu installierten Anlagen im Januar und Februar veröffentlicht werden. (Sandra Enkhardt)

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