Neue Hoffnung nach Röslers Ankündigung

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Die Ankündigung von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), die Übergangsfrist für die Kürzung der Photovoltaik-Einspeisetarife noch auszuweiten, ist auf unmittelbare Resonanz auf der Internationalen Handwerksmesse in München gestoßen. Allerdings steht eine abschließende politische Regelung noch aus, wie Klaus Paschka von der Geschäftsleistung der IHM betonte. „Laufende Aufträge sollen noch abgewickelt werden können, wie genau dies definiert wird, muss noch in der Koalition geregelt werden“, sagte er. Auch verschiedene Verbände äußerten sich zu den geplanten Änderungen bei der Photovoltaik. Nach Aussagen des Vorsitzenden der Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB), Karl-Heinz Schneider, hat der aktuelle Einschnitt der Solarförderung nicht zu einem Bruch von Aufträgen geführt. Der aktuelle Auftragsrückgang sei normal und verständlich. Es habe nach der Ankündigung der Einschnitte bei der Photovoltaik einige Auftragsstornierungen gegeben, die man nun hofft, aufgrund der gestrigen Aussage von Bundeswirtschaftsminister Philipp Röslers (FDP), dass bereits laufende Aufträge bis zum 01. April noch zu "alten" Konditionen umgesetzt werden können, "wiederbeleben" zu können. Die Bauwirtschaft erwartet, dass sich Photovoltaik-Technologie zur Eigenversorgung weiter durchsetzten wird. "Dafür ist diese Technologie auch ursprünglich entwickelt worden und nicht dafür, dass man mit Photovoltaik-Strom reich wird", kommentiert Schneider.

Insgesamt sei es unbedingt notwendig, dass der vom Bundesrat bisher blockierte Gesetzesbeschluss für die energetische Optimierung rasch genehmigt werde. Laut einer Umfrage würden 59 Prozent der befragten Hausbesitzer mit den Investionen warten, weil sie steuerliche Vergünstigungen erwarten. Für den Bereich Gebäudetechnik erwarte die Bauwirtschaft für 2012 nur ein Wachstum von 0,5 Prozent, da die Energiewende noch nicht wirklich  in den Heizungskellern angekommen sei. Aufgrund der zunehmenden Attraktivität hybrider Lösungen, die u.a. verschiedene Sonnen-Technologien kombinieren, betreffe dies auch die Photovoltaik.

Fabian Flade vom Solarenergieförderverein Bayern e.V. kommentierte, dass er viele aufgebrachte Kunden erwarte habe, die mit Präzedenzfällen im Sinne von "ich habe bestellt", nun ist die Finanzierungssituation eine völlig andere, beraten werden wollen. Dies blieb bisher jedoch aus. Insgesamt ist er der Meinung, dass trotzdem aktuell ein großer Informationsbedarf hinsichtlich des Procederes bestehe. Denn die politisch nachvollziehbare Intervention sei nicht erklärt worden und könne falsch verstanden werden. Das könne dem Image der Photovoltaik schaden, sagte Flade weiter. Dass der Einschnitt erfolgte, weil diese Technologie so erfolgreich verwendet wird und der geplante Zubau sich mehr als verdoppelte, wisse aktuell kaum jemand. Bei vielen Menschen entsteheaktuell der Eindruck photovoltaisch erzeugte Energie sei "schlecht". (Elke Kuehnle)

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