Thüringen bringt Photovoltaik voran

Das im Juli 2010 in Thüringen  gestartete „1000-Dächer-Programm Photovoltaik“ ist ein großer Erfolg, wie der Landeswirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) bei einer Zwischenbilanz feststellte. Insgesamt seien 130 neue Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 4500 Kilowatt seither installiert worden. Das Programm richtet sich direkt an die Kommunen des Freistaats und stellt Gelder für die Errichtung von Solaranlagen auf Dächern oder an Fassaden von Gebäuden bereit, die sich im Eigentum der öffentlichen Hand, kommunaler Unternehmen sowie Stiftungen und Vereinen befinden. Die bisher installierten Photovoltaik-Anlagen seien mit rund drei Millionen Euro gefördert worden. Damit sei ein Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als 21,2 Millionen Euro in Thüringen ausgelöst worden, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium. Allein in diesem Jahr seien bereits 75 neue Photovoltaik-Anlagen gebaut worden. 70 weitere Förderanträge für „1000-Dächer-Programm Photovoltaik“ lägen vor. Mit ihnen sei eine weitere Förderung in Höhe von etwa zwei Millionen Euro und damit kommunale Investitionen von rund 10,3 Millionen Euro verbunden. Pro Monat kämen durchschnittlich sieben Anträge hinzu.  „Das ist Geld, von dem nicht zuletzt Wirtschaft und Handwerk erheblich profitieren werden“, sagte Minister Machnig weiter. Bis 2013 stehen durch das Programm insgesamt 7,5 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Eine Auswertung der bisherigen Anträge habe ergeben, dass zwei Drittel der Förderung bislang an Kommunen und kommunale Unternehmen geflossen seien. Der Rest entfalle auf gemeinnützige und kirchliche Organisationen. Auch zwei Bürgersolaranlagen seien bereits gefördert worden.

Das „1000-Dächer-Programm Photovoltaik“ übernimmt dem Ministerium zufolge  20 Prozent der Investitionssumme in die neuen Photovoltaik-Anlagen bis zu einer Höchstgrenze von 100.000 Euro. Die Förderquote könne sich beim Einsatz innovativer Technologie sowie der Integration der Photovoltaik-Anlagen in denkmalgeschützte Gebäude oder traditionelle Dachlandschaften auf bis zu 40 Prozent erhöhen. Gleiches gelte, wenn die Photovoltaik-Anlage an Lärm- und Sichtschutzwänden sowie auf versiegelten Flächen entstehe. (Sandra Enkhardt)