Solarworld mit weniger Gewinn

Die Solarworld AG versucht sich gegen den Abwärtstrend der Solarbranche zu stemmen. Das Photovoltaik-Unternehmen habe im ersten Halbjahr 2011 sein Geschäft weiter ausgebaut und den Absatz auf 196 Megawatt im zweiten Quartal gesteigert. Der Umsatz habe sich gegenüber dem ersten Quartal um knapp 30 Prozent auf 233 Millionen Euro erhöht. Der EBIT-Gewinn sei im gleichen Zeitraum von 27,9 auf 40,2 Millionen Euro gestiegen, teilte Solarworld weiter mit. Der Konzerngewinn hingegen fiel von 12,5 auf 9,9 Millionen Euro im zweiten Quartal. Im Gegensatz zum ersten Halbjahr 2010 haben sich die Kennzahlen allerdings alle leicht verschlechtert.

Zwei Faktoren hätten das Geschäft im ersten Halbjahr 2011 bestimmt: Die Nachfrage auf den wichtigen Photovoltaik-Märkten sei wegen unklarer politischer Rahmenbedingungen und konjunktureller Probleme eher schwach gewesen. "Die Leute sind verunsichert", sagte Asbeck nach einer Meldung von dpa-AFX. Hinzu kämen hohe Überkapazitäten am Markt, die sich vor allem aus dem großen Angebot aus Asien ergeben. Der Agenturmeldung zufolge rechnet Asbeck mit acht Gigawatt, die derzeit auf die Photovoltaik-Märkte drückten. Die Preise für Solarmodule seien im ersten Halbjahr um rund 20 Prozent gefallen. "Damit lassen sich keine zweistelligen Margen mehr erzielen. Das geht nur im Systemverkauf", sagte Asbeck weiter. Das Geschäft mit ganzen Dachanlagen ist margenträchtiger. 

Der Solarworld-Chef zeigte sich zugleich zuversichtlich, dass sich der deutsche Photovoltaik-Markt im zweiten Halbjahr noch beleben wird. Er gehe von einem Photovoltaik-Zubau von mehr als vier Gigawatt in diesem Jahr aus. An seiner Prognose hält der Konzern daher erst einmal fest. Allerdings müsse die Nachfrage dafür im zweiten Halbjahr anziehen. „Die politischen und konjunkturellen Rahmenbedingungen können in der 2. Jahreshälfte auf dem Solarmarkt jedoch zu zyklischen Übermengen und entsprechenden Preisuntertreibungen führen, welche die Umsatz- und Ergebnisentwicklung beeinflussen können“, hieß es allerdings weiter. (Sandra Enkhardt)