JA Solar leidet unter fallenden Modulpreisen

Die JA Solar Holdings Co. Ltd. hat im zweiten Quartal 2011 einen Verlust verbuchen müssen. Grund dafür seien die stark gefallen Preise für Photovoltaik-Equipment, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. In dessen Folge hätten auch die eingelagerten Module an Wert verloren. Dies habe dazu geführt, dass der chinesische Hersteller für das zweite Quartal nun einen Verlust „im niedrigen einstelligen Bereich“ erwirtschaftet habe, teilte das JA Solar dem Bericht zufolge mit. Das chinesische Photovoltaik-Unternehmen reiht sich damit in eine prominente Kette von Firmen ein, die bereits ihre Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr korrigieren mussten. Erst am Freitag schwächte der führende US-Dünnschichthersteller First Solar seine Umsatz- und Gewinnprognose für 2011 erneut ab. Nach ersten Schätzungen hat JA Solar im zweiten Quartal 2011 Solarmodule mit einer Photovoltaik-Leistung von rund 400 Megawatt ausgeliefert. Dies entspreche ungefähr den Erwartungen, die im Mai formuliert worden seien. 

JA Solar kündigte zugleich ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 100 Millionen US-Dollar an. Die Unternehmensleitung habe dies beschlossen, teilte JA Solar mit. Zugleich zeigte sich das Photovoltaik-Unternehmen optimistisch für das zweite Halbjahr.  Dann werde die Marge „erheblich“ gesteigert. Seit Juli gebe es dafür vielversprechende  Anzeichen, so hätten sowohl die Bestellungen als auch die Lieferumfänge erhöht, teilte JA Solar weiter mit. Besondere Hoffnung setzt das Unternehmen dabei auf die wieder anziehenden Photovoltaik-Märkte in Deutschland, den US und China. (Sandra Enkhardt)