Solarbranche in der Krise

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Lange kannte die Solarbranche nur eine Richtung – nach oben. Die jährlichen Zuwachsraten waren enorm. Doch mit den Kürzungen der Solarförderung in den wichtigsten europäischen Märkten in den vergangenen Monaten kam der Motor ins Stottern. Die Photovoltaik-Hersteller haben ihre Kapazitäten dennoch weiter ausgebaut und sitzen nun auf vollen Lagern. Die Preise hingegen sind rapide gefallen. Die Analysten von HSBC sprechen von mehr als 40 Prozent in ihrer aktuellen Studie, aus der die „Financial Times Deutschland“ (Donnerstagausgabe) berichtet. Vielerorts reichten die Preise nicht mal mehr, um die Produktionskosten zu decken, schreiben die Analysten von HSBC weiter. Die Module seien zudem zu höheren Preisen in die Lager gewandert, als derzeit gezahlt würden. Experten erwarten daher hohe Abschreibungen, wie es weiter heißt. Branchenkenner rechnen zudem damit, dass noch in diesem Jahr die große Auslese in der Photovoltaik-Branche beginnt. Kleine, finanzschwache Hersteller würden vom Markt verschwinden – noch eher durch Insolvenzen als durch Übernahmen. "Im Moment ist es viel günstiger, selbst neue Kapazitäten aufzubauen, als sie zu kaufen", schreibt HSBC dem Bericht zufolge. Jefferies-Analyst Gerard Reid glaubt, dass es in fünf Jahren nur noch fünf Solarmodul-Produzenten gibt: Die chinesischen Hersteller Trina und Yingli, Bosch und Solarworld aus Deutschland und Sharp aus Japan. Allerdings verbreiten die Analysten auch etwas Hoffnung: Die Preise seien so stark gefallen, dass nun die Nachfrage eigentlich wieder angekurbelt werden müsste. (Sandra Enkhardt)

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