Wetterabhängige Ertragsprognosen

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Rund 24.000 Photovoltaik-Anlagen sind derzeit bei der SMA Solar Technology AG registriert. Anhand der so bei SMA eingehenden Daten ist es möglich, die Menge des durch Photovoltaik-Anlagen eingespeisten Solarstroms zuverlässig hochzurechnen. Unter Berücksichtigung der aktuellen Wettervorhersagen können dann, in Zusammenarbeit mit dem Softwarespezialisten Micromata und dem Energiedienstleister Energy & Meteo Systems, realitätsnahe Ertragsprognosen für die nächsten Stunden und Tage prognostiziert werden. Kraftwerks- und Netzbetreiber können die mit diesem Verfahren ermittelten Daten bei der Berechnung des benötigten Stroms aus nicht-erneuerbaren Energiequellen berücksichtigen und das Energiemanagement großer Kraftwerke entsprechend planen.

"Wir tun alles dafür, dass die Einspeisung von Solarstrom mit hoher Netzstabilität einher geht und eine optimale EEG-Stromvermarktung möglich wird", sagt SMA-Vorstandssprecher Günther Cramer. "Die Netzbetreiber bekommen jetzt eine Planungssicherheit, wie sie bei der Windenergie bereits erreicht ist." SMA stellt für die Hochrechnung der aktuellen Solarleistung Daten aus dem SMA Sunny Portal zur Verfügung. In dem Portal werden die Daten von rund 13 Prozent der insgesamt in Deutschland installierten Solaranlagen registriert. Aufgrund dieser Datenbasis berechnen die Firmen Micromata und Energy & Meteo Systems dann die wetterabhängigen Ertragsprognosen. Dr. Ulrich Focken, geschäftsführender Gesellschafter der energy & meteo systems GmbH erklärt: "Für den größten Verteilnetzbetreiber Eon Bayern mit einer installierten Leistung von ca. 3 Gigawatt ist seit dem 1. Januar 2011 eine realitätsnahe Hochrechnung operationell in Betrieb."

Die genauere Prognose solarer Ertragswerte soll dazu beitragen, auch größere Anteile von Solarstrom sicher und problemlos in das Stromnetz zu integrieren. Viele Verteilnetzbetreiber arbeiten bei der Meldung der Einspeisewerte für Solarstrom an die Übertragungsnetzbetreiber bisher noch mit dem älteren Verfahren der Standardeinspeiseprofile. Diese basieren häufig auf falschen Installationszahlen für Photovoltaik-Anlagen und berücksichtigen zudem nicht die tagesaktuelle Wettersituation. (Mirco Sieg)

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