Spotmarkt PV-Module: Nachfrage lässt nach

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Die letzten Prognosen über den Photovoltaikzubau in Deutschland haben sich an die rückläufige Nachfrage angepasst. Während die Experten im September noch von einem Zubau von rund sieben bis acht Gigawatt für 2010 ausgingen, spricht man jetzt von sechs Gigawatt neuer Kapazitäten.

Diese Abkühlung wird von vielen Akteuren der Photovoltaikbranche mit Erleichterung begrüßt, denn im kommenden Jahr wird die EEG-Novelle 2012 diskutiert. Eine Verdoppelung der Neuanlagen im Jahr 2010 gegenüber 2009 könnte zu dramatischen Kürzungen in der Einspeisevergütung spätestens im Jahr 2012 führen oder zur Einführung einer Deckelung beim Zubau. Es gibt die Befürchtung, dass die aktuelle Koalitionsregierung dem Beispiel anderer Länder folgen und Mechanismen einführen könnte, die das Wachstum der Photovoltaikbranche verlangsamen könnten. An Beispielen in Europa fehlt es zurzeit leider nicht: etwa die Solarsteuer in Tschechien, die 45-prozentige Kürzung der Einspeisevergütung für Freiflächenanlagen in Spanien und strengere Anforderungen an Aufdachanlagen in Belgien .

Der Markt bleibt unberechenbar, und Vorsicht ist angebracht, auch wenn der Standort Deutschland weiterhin der sicherste und stabilste Investitionsmarkt ist. In diesem Sinne unterstützt der Bundesverband Solarwirtschaft einen jährlichen Zubau zwischen drei und fünf Gigawatt ab 2012. Mit diesem Wachstum können 2020 in Deutschland zwischen 50 und 70 Gigawatt an das Netz angeschlossen sein; damit würde zumindest das Ausbauszenario des Nationalen Aktionsplans für erneuerbare Energien (NAP) der Bundesregierung realisiert.

Die deutschen Hersteller können trotz Abkühlung im dritten Quartal hoch zufrieden sein. Anfang November meldete Aleo Solar eine Umsatzsteigerung gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres um 86,6 Prozent. Q-Cells verzeichnet eine Steigerung um circa 120 Prozent. Erfreuliche Umsatzentwicklungen gab es auch bei Sunways, Solarworld und vielen anderen. Größtenteils wurde das Umsatzwachstum der deutschen Hersteller im Ausland erbracht. Bei der Phoenix Solar AG zum Beispiel machte das Auslandsgeschäft 55,5 Prozent Umsatzanteil gegenüber lediglich 7,6 Prozent in der Vergleichsperiode des Vorjahres aus. Im Rahmen ihrer Internationalisierungsstrategie wurden Tochtergesellschaften in den USA und in Malaysia gegründet. Centrosolar erwirtschaftete knapp zwei Drittel des Quartalsumsatzes außerhalb Deutschlands. So konnte der Umsatz in Italien gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als verdreifacht werden und lag im abgelaufenen Quartal bei etwa 14 Prozent des Gesamtumsatzes.

Italien gilt als der wichtigste Absatzmarkt für die erste Hälfte des Jahres 2011. Die attraktive Einspeisevergütung wird eine rapide Preissenkung bremsen, die sich vermutlich erst kurz vor dem Sommer bemerkbar machen wird. Die USA mit einem voraussichtlichen Zubau von zwei Gigawatt im Jahr 2011 tauchen in allen Prognosen als der größte Überseemarkt auf.

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Preisindex

Der Preisindex wird mit freundlicher Unterstützung der pvXchange GmbH erstellt. Die hier vorliegenden Daten wurden aus mehreren tausend Angeboten der gleichnamigen Online-Handelsplattform ermittelt. Das Unternehmen bietet darüber hinaus Beratungsleistungen rund um den Photovoltaikmarkt sowie eine umfangreiche Produktdatenbank an. Im Mittelpunkt steht die persönliche Betreuung der Kunden aus aller Welt. Die Teilnahme am internationalen Handelsplatz ist für Fachfirmen kostenlos.

www.pvXchange.com

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