DIW: Photovoltaik-Förderung weniger teuer

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Die Photovoltaik-Förderung wird nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) nicht so teuer, wie jüngste Veröffentlichungen behaupten. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hatte errechnet, dass die Verbraucher bis 2013 insgesamt 77 Milliarden Euro für die Einspeisung von Solarstrom zahlen, die dann über 20 Jahre abgetragen werden müssen. Das DIW erwartet für die kommenden 25 Jahre hingegen Ausageben von maximal 50 Milliarden Euro, wie Energieexpertin Claudia Kemfert der Frankfurter Rundschau (Freitagausgabe) sagte. Das entspräche einem Betrag von im Durchschnitt zwei Milliarden Euro pro Jahr. Die Photovoltaik-Förderung liege damit unter den 2018 auslaufenden Beihilfen für die Steinkohle, die sich auf jährlich 2,2 Milliarden Euro summierten.

Die Kostenentwicklung bei der Photovoltaik sei aber nicht linear, so Kemfert weiter. Die Beträge würden zunächst anwachsen, da es einen starken Zubau gebe. Dem DIW zufolge ist 2013 etwa mit rund vier Milliarden Euro zu rechnen nach 2,5 Milliarden Euro für das laufende Jahr. 2015 sinken die Belastungen aber wieder merklich, weil immer mehr Photovoltaik-Anlagen aus der Förderung fallen und neue, wettbewerbsfähige Kraftwerke nicht mehr auf die Subvention angewiesen seien, sagte Kemfert weiter. Das DIW schätzt den jährlichen Zubau bis 2015 auf rund 1000 Megawatt. Diese Prognose hält das RWI für zu konservativ, da selbst die derzeitige Wirtschaftskrise sich nicht dämpfend auf die Branche ausgewirkt habe, heißt es beim RWI.

RWI klammert kostendämpfende Faktoren aus

Das DIW beweist darauf, dass bei den RWI-Berechnungen kostendämpfende Aspekte außer acht gelassen worden seien. Darunter fielen Kosten für die Produktion und den Transport von Strom aus Kohle- und Kernkraftwerken sowie Kosten für den Netztransport, die mit dem Ausbau der Photovoltaik weiter sinken würden. Zudem werde nicht für alle neu installierten Photovoltaik-Anlagen die Maximalförderung fällig. Doch gerade Betreiber von Großanlagen erhielten ein Drittel weniger für die Einspeisung ihres Solarstroms, heißt es weiter. (Sandra Enkhardt)

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