China plant Photovoltaik-Förderung

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Das Finanzministerium in China hat in dieser Woche ein Dokument auf seiner Webseite veröffentlicht, wonach es künftig ein staatliches Förderprogramm für Photovoltaik geben soll. Die Regelungen sollen offenbar umgehend in Kraft treten, wie Analysten von der Commerzbank und der Dresdner Kleinwort berichten. Die Förderung solle bereits vor der Installation ausbezahlt werden und sich auf einen Betrag von 2,15 Dollar pro Watt belaufen. Die Kosten würden zunächst zu 70 Prozent von der Staatsregierung in Peking und zu 30 Prozent von den Lokalregierungen getragen, hieß es weiter. Die Kosten für die Installation einer Photovoltaik-Anlage belaufen sich nach offiziellen Zahlen derzeit auf rund vier Dollar pro Watt. Somit würde die Förderung etwa die Hälfte der Kosten abdecken. Die Regierung wolle mit ihrem staatlichen Förderprogramm dazu beitragen, dass ein starker Markt und damit auch eine steigende Nachfrage nach Solarmodulen im Inland entsteht. Dennoch sei nicht zu erwarten, dass das weltweite Überangebot auf dem Photovoltaik-Markt in der nächsten Zeit beseitigt sein wird.

Wie die Analysten der Commerzbank Bank und der Dresdner Kleinwort weiter berichten, sollen alle Systeme gefördert werden, die größer als 50 Kilowatt sind. In dem Dokument des Finanzministeriums werde weder eine Deckelung für einzelne Installationen noch für den kompletten Markt festgeschrieben. Eine Anmeldepflicht zwischen dem 30. April und 30. August sei nur bezüglich der Fördergelder für Photovoltaik-Dachanlagen vorgesehen.

Auftakt für weitere Maßnahmen

Piper Jaffray bewertet den Vorstoß verhalten optimistisch. Es gebe noch keine konkreten Zahlen, sagt Analyst Jesse Pichel. Doch es sei nicht ungewöhnlich, dass die Details erst nach und nach an die Öffentlichkeit kämen. Die 2,15 Dollar pro Watt seien aber wahrscheinlich die Obergrenze der Förderung. Zudem gebe es auf dem chinesischen Markt derzeit noch nicht viele Händler und Installateure, die den Markt für gebäudeintegrierte Photovoltaik oder Dachanlagen bedienen könnten, so der Piper-Jaffray-Analyst weiter. Er sieht in dem derzeitigen Programm aber nur den Auftakt für weitere Maßnahmen der Regierung, um den Photovoltaik-Markt im Land weiter zu beleben.(SE)

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