Preisspitze erreicht

Spotmarkt PV-Module

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Die anhaltende Modulknappheit hat die Preise im Spotmarkt im Juli weiter ansteigen lassen. Markenmodule aus Japan und Europa verzeichneten im Juli eine leichte Steigerung gegenüber Mai-Juni. Die Ware aus Nippon erlitt jedoch im Laufe des Augusts wieder einen deutlichen Einbruch. Bei Modulen aus China sehen wir ine deutlichere Steigerung , da dies die einzigen Hersteller sind, die große Kontingente überhaupt noch anbieten können. In China ist jedoch zu unterscheiden zwischen etablierten Herstellern mit einer umfangreichen Vertiebsstruktur und Newcomern, die erst durch den Boom in diesem Jahr dazu gekommen sind.

Branchenweit macht sich inzwischen ein vorsichtiger Optimismus breit, dass im kommenden Jahr eine spürbare Entspannung im Siliziummarkt möglich ist. Wie sehr dieser Optimismus begründet ist, lässt sich allerdings nur schwer zu sagen. Denn es liegen sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite keine gesicherten Zahlen vor.

Unsicherheiten bleiben

Es herrscht große Sorge hinsichtlich der Nachfrage in Spanien. Wenn hier die vorgesehenen Einschnitte tatsächlich erfolgen, dürften die Höchstpreise, die momentan gezahlt werden, recht schnell fallen.

Auch wenn die steigenden Produktionskapazitäten beim Solarsilizium, Ausbau von Dünnschichttechnologien und Neuentwicklungen ein dynamisches Wachstum sicherstellen werden, sind doch weitere Engpässe immer möglich. Dazu kann jederzeit eine sprunghaft ansteigende Nachfrage in aufstrebenden Märkten wie Italien oder auch den Vereinigten Staaten führen.

Auch Engpässe, Preissteigerungen oder Qualitätsprobleme bei Aluminium, Glas und Folien können die Module verteuern.

Da ist auch noch der Euro, der uns bisher vor allzu großen Preissprüngen bei Rohstoffen bewahrt hat. Zuletzt konnte der gebeutelte US-Dollar gegenüber dem Euro wieder deutlich Boden gut machen.

Ausblick

Der Preispeak für 2008 dürfte erreicht sein. Die Kaufpanik in Spanien ist auf ihrem Höhepunkt angelangt und sollte sich aufgrund der geänderten Gesetzeslage schon in den nächsten ein bis zwei Monaten beruhigen.

Da viele Investoren in Deutschland genau darauf warten, ist mit einem starken Preisabschlag in diesem Herbst wohl noch nicht zu rechnen. Das kommende Jahr jedoch könnte da einiges in Bewegung bringen.

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