Nicht auf jeden Euro schauen

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Frau Bierwirth, im Moment kocht die Debatte über die Kosten der Photovoltaik wieder hoch. Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung hat ja schon vor einiger Zeit vorgerechnet, dass durch die jetzige Förderung 120 Milliarden Euro bis 2035 zusätzlich auf die Stromverbraucher zukommen können. Ist die Photovoltaik zu teuer?

Nein, die Photovoltaik ist nicht zu teuer. Auch der EEG-Erfahrungsbericht, der im Auftrag des Bundesumweltministeriums gemacht worden ist, hat gezeigt, dass die Vergütungen für Solarstrom nicht zu hoch sind. In meinen Augen spielt Photovoltaik eine große Rolle.

Ist aus Sicht der Photovoltaik das Kind schon in den Brunnen gefallen, in dem Sinn, dass die Förderung mit rund acht Prozent zu stark reduziert wird?

Nein, wir haben jetzt erst mal den Gesetzesentwurf. Und jetzt wird von uns diskutiert werden, ob die dort festgelegte Absenkung der Förderung so in Ordnung ist oder ob es doch zum Beispiel aufgrund der Entwicklung der Rohstoffpreise noch mal eine Abweichung davon geben wird. Da müssen wir erst eine Position finden, und dann müssen wir natürlich noch mit unserem Koalitionspartner ins Gespräch kommen.

Aus den Reihen Ihres Koalitionspartner kommt ja schon die Forderung, die Vergütung um 30 Prozent zu kürzen und den Zubau auf 1,3 Gigawatt im Jahr zu deckeln …

Ja, aber dem werden wir nicht nachgeben, denn ich halte das für falsch. Die Anhörung am 5. Mai hat außerdem ergeben, dass das auch von den anderen Experten nicht geteilt wird.

Wieso halten Sie das für falsch?

Wenn wir wollen, dass sich diese Branche weiterhin bei uns entwickelt, dann können wir die Vergütung nicht um 30 Prozent senken. Wir haben uns dazu entschlossen, weiter den Bereich erneuerbare Energien zu fördern, und dann müssen wir uns auch dazu bekennen.

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Zitat

„Man muss viel mehr Öffentlichkeitsarbeit machen. Da tritt oft ein Aha-Effekt ein.“

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