Waferproduktion bei GCL

GCL muss auf kristalline Solarmodule und Solarzellen aus China nun bei der Einfuhr Zölle von knapp 50 Prozent zahlen.
Foto: GCL-Poly Energy

Photovoltaik-Handelsstreit: GCL-SI will sich aus Undertaking zurückziehen

31. Oktober 2016 | Politik und Gesellschaft, Topnews

Der nächste große chinesische Photovoltaik-Hersteller will keine Mindestimportpreise mehr für seine kristallinen Solarmodule und Solarzellen in Europa zahlen. GCL-SI kündigte seinen Rückzug aus dem Undertaking an. Damit müssen auf dessen Produkte nun Anti-Dumping- und Anti-Subventionszölle von knapp 50 Prozent gezahlt werden.

Diesen Artikel teilen

Melden Sie sich jetzt kostenlos für unseren täglichen Newsletter an.

Zur Anmeldung

GCL System Integration Technology (GCL-SI) hat am Montag seinen Rückzug aus dem Undertaking angekündigt. „Wir haben den europäischen Solarmarkt sorgfältig überprüft und festgestellt, dass die durchschnittlichen Verkaufspreise für Solarmodule in allen wichtigen EU-Märkten zurückgehen und als Ergebnis, der derzeitige Mindestimportpreis nicht mehr das tatsächliche Marktpreis-Umfeld wiederspiegelt“, erklärte Shu Hua, Präsident von GCL-SI. Mehr noch hindere der Mindestimportpreis wettbewerbsfähige chinesische Hersteller, mehr saubere Energie-Produkte nach Europa zu liefern und damit in Europa Jobs zu schaffen. Daher habe GCL-SI seinen Rückzug aus dem Undertaking beschlossen.

Dieses war im Dezember 2013 als Alternative zu Anti-Dumping- und Anti-Subventionszöllen zwischen der EU-Kommission und den chinesischen Photovoltaik-Herstellern in Kraft gesetzt worden. Die Importzölle, die GCL-SI nun für seine in China gefertigten kristallinen Photovoltaik-Produkte bei der Einfuhr in die EU zahlen muss, liegen dem Hersteller zufolge bei 41,3 Prozent beim Anti-Dumping- und 6,4 Prozent beim Anti-Subventionszoll. Brüssel hat im vergangenen Dezember eine Auslaufprüfung des Undertakings begonnen. Die EU-Kommission muss nun bis Frühjahr 2017 entscheiden, ob die Mindestpreisvereinbarung weiterlaufen soll oder nicht.

In den zurückliegenden Monaten sind verschiedene chinesische Photovoltaik-Hersteller wegen Verstößen von der EU-Kommission aus dem Undertaking ausgeschlossen worden. Andere – vornehmlich die großen Produzenten wie Trina Solar, Jinko Solar, JA Solar und Wuxi Suntech – beantragten mittlerweile den freiwilligen Rückzug aus der Vereinbarung und wollen den europäischen Photovoltaik-Markt in erster Linie mit Produkten aus ihrer Werken außerhalb Chinas beliefern. (Sandra Enkhardt)

Direkt kommentieren

Sie haben die Möglichkeit, unsere Artikel jetzt direkt zu kommentieren. Sie müssen sich nicht mehr als Benutzer registrieren, sondern können direkt auf "KOMMENTIEREN" am Ende der Artikel klicken und Ihre Meinung schreiben.

Die Redaktion behält sich jedoch vor, unsachliche Kommentare zu löschen.

Kommentare

Kommentieren
Kommentar schreiben
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz  
Copyright 2014 © pv magazine

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie aktuelle Branchennews!

photovoltaic (pv) news on topics like thin film and feed-in tariffs and events like Intersolar Europe

Internationale Photovoltaik-News auf Englisch

Spanische Photovoltaik-News aus Lateinamerika