Das zweite Quartal 2023 war geprägt durch turbulente politische Diskussionen rund um eine Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), auch “Heizungsgesetz” genannt. Das spiegelte sich im zweiten Quartal 2023 bei DAA in einem schwankenden Anfrageverhalten nach verschiedenen Heizungssystemen.
Ein Wendepunkt ist ablesbar, nachdem der GEG-Entwurf im April im Bundeskabinett beschlossen wurde. Ab diesem Zeitpunkt sank bei DAA die zuvor ungewöhnlich hohe Nachfrage nach fossil betriebenen Heizungssystemen. Ab der Kalenderwoche 18 überstieg das Interesse an regenerativ betriebenen Heizungssystemen wieder das an fossil betriebenen. Diese Situation hielt das gesamte restliche zweite Quartal an.
Entwicklung der Heizungs-Nachfrage bei DAA im Detail
Im Detail sah diese Entwicklung so aus: Die Ölheizungs-Nachfrage fiel bereits zwischen KW 16 und KW 17 von 294 auf 131 Indexpunkte. Im selben Zeitraum fiel auch die Nachfrage nach Gasheizungen von 235 auf 181 Indexpunkte. In der Kalenderwoche 19 sank sie auf unter 100 Indexpunkte und blieb dort bis zum Quartalsende. Die Nachfrage nach Ölheizungen fiel in Kalenderwoche 20 unter 100 Indexpunkte und blieb dort ebenfalls bis zum Quartalsende. Das niedrigste Interesse an Gas- und Ölheizungen verzeichnete DAA in der Kalenderwoche 25 – also eine Woche, nachdem der Gesetzentwurf zur Änderung des GEG erstmals dem Bundestag vorgelegen hatte.
Eine Konstante jedoch gab es bei den Anfragen im zweiten Quartal bei DAA: Zu jedem Zeitpunkt lag das Interesse an Wärmepumpen deutlich über dem an allen anderen Heizungssystemen. Hier könnte die attraktive potenzielle neue Förderkulisse eine Rolle gespielt haben. Ein ähnliches Bild zeichnen auch die BAFA-Förderanträge für Wärmepumpen, die im zweiten Quartal stark die nach anderen Heizungssystemen überstiegen. Zwar sank auch das Interesse an Wärmepumpen bei DAA nach dem April. Jedoch nicht in dem Ausmaß, wie die Nachfrage nach vor allem fossilen Systemen zurückging.
Dass das Gesamtergebnis an Heizungsnachfragen ab Anfang Mai rückläufig war, ist zum einen saisonbedingt. Zum anderen kann es als eine verunsicherte Reaktion auf die Diskussionen rund um das GEG gedeutet werden.
Malte Steingrube, einer der DAA-Geschäftsführer, ordnet die Entwicklung so ein: “Auch wenn die Nachfrage vor dem Hintergrund der politischen Impulse und Krisen im Ergebnis als volatil zu betrachten ist, sehen wir eine klare Ausrichtung der Nachfrage und des Angebotes in Richtung regenerativer Systeme. Hier spielen vor allem Themen wie Autarkiebestrebungen und Synergieeffekte bei der Sektorenkopplung eine tragende Rolle. So beginnen z. B. zunehmend auch große B2C-Anbieter aus dem Photovoltaik-Segment, ihr Portfolio um Wärmepumpen zu erweitern.”
Hintergrund
Der DAA WärmeIndex stützt sich auf die Online-Nachfrage nach sowohl regenerativ als auch fossil betriebenen Heizungssystemen und wird von DAA aus Hamburg erhoben. DAA ist einer der größten deutschen Online-Dienstleister und Portalbetreiber für regenerative Energietechnik und ist auf Anfragen zu den Themen Heiztechnik, Photovoltaik, Sanierung und Energieeffizienz spezialisiert. Die Portale von DAA verzeichnen dabei eine durchschnittliche monatliche Besucherzahl von etwa 500.000 Seitennutzern (w/m/d).
Der DAA WärmeIndex basiert auf den Anfragen nach Heizungssystemen, die auf den Portalen von DAA abgegeben wurden. Für die mit fossilen Brennstoffen betriebenen Systeme betrachtet DAA hierfür die Öl- und Gasheizung, für die mit erneuerbaren Energien betriebenen Heizungen hingegen Wärmepumpe, Solarthermie und Pelletheizung. Der DAA WärmeIndex gibt damit Aufschluss über das aktuelle Interesse an erneuerbar und fossil betriebenen Heizungssystemen, stellt diese gegenüber und gewährt Einblicke in den Markt.
Pressekontakt
DAA GmbH
Gina Doormann
Am Sandtorkai 73
20457 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 609 468 414
E-Mail: presse@daa.net





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