Nach dem Siemens kürzlich einen Photovoltaik-Heimspeicher auf den Markt gebracht hat, kündigte der Konzern letzte Woche an, den Wechselrichter-Hersteller Kaco zu übernehmen und einen neuen Geschäftsbereich für smarte Infrastruktur öffnen zu wollen. Im Zuge dieser Entwicklung hat pv magazine mit Cormac Gilligan von IHS Markit über den neuen Mitstreiter im dezentralen Photvoltaik-Markt gesprochen.
Vor einer Woche kündigte der Münchner Konzern den Einstieg in den Photovoltaik-Heimspeichermarkt an. Nun will Siemens auch noch den Wechselrichter-Hersteller Kaco übernehmen. Zur Kaufsumme machten die Unternehmen keine Angaben.
Der Lithium-Ionen-Batteriespeicher namens Junelight Smart Battery wurde speziell auf die Anforderungen von Eigenheimen ausgelegt. Die Speicherkapazität umfasst bis zu 19,8 Kilowattstunden.
Der Standort im norwegischen Trondheim ist laut Siemens eine der fortschrittlichsten Fabriken für Batteriemodule weltweit. Die robotisierte und digitalisierte Produktionslinie hat demnach eine Kapazität von bis zu 300 Megawattstunden pro Jahr.
Bis zu 600 Millionen Euro will der Konzern auf dem historischen Siemens-Areal in Berlin-Spandau investieren. Unter anderem sollen in „Siemensstadt 2.0“ Anwendungsfelder wie dezentrale Energiesysteme, Energiemanagement und Elektromobilität angesiedelt werden.
Siemens hat zuvor den Auftrag erhalten, verschiedene Systeme für die Photovoltaik-Anlage bereitzustellen und sich um die Inbetriebnahme zu kümmern. Der Solarpark soll Mitte 2019 ans Netz gehen.
Der Münchner Konzern wird Systeme für die 258-Megawatt-Photovoltaik-Anlage liefern und sich um die Inbetriebnahme kümmern. Der Solarpark soll bis Mitte 2019 entstehen.
Als Technologiepartner ist der deutsche Konzern mit einer Investition von zehn Millionen Euro in das Projekt eingestiegen. Siemens will zur Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette für die Northvolt-Fertigung beitragen und wird nach dem Produktionsstart Batterien aus der Produktion beziehen.
Nach Pfingsten will der Münchner Konzern zehntausende Mitarbeiter in den Zwangsurlaub schicken. Eine Woche lang soll die schwächelnde Kraftwerks-Sparte brachliegen, wie Reuters meldet. Derzeit laufen noch Verhandlungen zwischen Siemens und den Betriebsräten zur Umsetzung.
EU-Kommissionsvize Maros Sefcovic hat einen Aktionsplan für eine künftige europäische Batteriegroßfertigung vorgestellt. Ziel ist es, die Vormachtstellung von Unternehmen aus Fernost aufzubrechen und mit besonders innovativen und umweltfreundlichen Lösungen Marktanteile zu erobern. Zwei Unternehmensinitiativen haben dieses Ziel bereits angepeilt. Jetzt kam noch eine weitere Initiative der Total-Tochter Saft dazu, an der auch Siemens und Manz beteiligt sind.