Der südkoreanische Photovoltaik-Hersteller geht davon aus, dass die Entscheidung des USITC keine Auswirkungen auf die ebenfalls laufenden Patentklagen in Deutschland und Australien haben wird. Wenn es zu der erwarteten summarischen Entscheidung kommt, will Hanwha Q-Cells in den USA unverzüglich Berufung einlegen.
Der südkoreanische Photovoltaik-Hersteller hat verschiedenen Konkurrenten in den USA, aber auch Deutschland und Australien vorgeworfen, seine Patente verletzt zu haben. In den USA hatten Jinko Solar – wie auch die ebenfalls beschuldigten Hersteller REC und Longi Solar – eine Zwischenprüfung eines Patents – beim ITC beantragt. Damit scheinen sie erfolgreich zu sein und können auf eine Entscheidung der Richter zu ihren Gunsten rechnen.
Der chinesische Photovoltaik-Hersteller will seine neue Technologie ab der zweiten Jahreshälfte in der Serienfertigung seiner Solarmodule einsetzen. In Verbindung mit einem innovativen Moduldesign lassen sich noch effizientere PERC-Module produzieren.
Zuvor hatte der koreanische Photovoltaik-Hersteller eine Klage gegen die Konkurrenten in den USA wegen Verletzung seiner Patentrechte eingereicht. Longi Solar gab zuvor bereits vor Jinko Solar und REC einen Antrag ab, wonach die die Technologie nicht patentierbar ist, da sie dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Auch in Deutschland und Australien laufen derzeit ähnliche Verfahren, die auf Klagen von Hanwha Q-Cells zurückgehen.
Der deutsche Hersteller von Silberpasten Heraeus meldet, Einspruch gegen die Entscheidung eines taiwanesischen Gerichthofs in einem Patenstreit zu erhoben zu haben. In einem Beschluss vom 7. Juli sieht das Gericht die Patenrechte von Heraeus durch das Unternehmen Giga Solar nicht verletzt.
Der deutsche Metallisierungspastenhersteller hatte 2015 gegen Giga Solar geklagt. Heraeus prüft, ob es Revision gegen das Urteil einlegt und befürchtet eine verheerende Wirkung für Investitionen in Forschung und Entwicklung in der Solarindustrie.